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Landgasthof übernehmen, ein Landgasthof im ländlichen raum, an einem Stausee mit einer vollen Terrasse und vielen Gästen

Landgasthof übernehmen: Was es wirklich kostet und die vollständige Übernahme-Kalkulation 2026/2027

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Existenzgründung & Übernahme Landgasthof | Lesedauer: ca. 15 Minuten

In Deutschland stirbt jährlich eine dreistellige Zahl an Dorfgasthäusern. Nicht weil niemand mehr essen will. Sondern weil der Wirt in Rente geht, kein Nachfolger gefunden wird und das Gebäude leer steht. Gemeinden verlieren damit oft ihren letzten sozialen Treffpunkt.

Gleichzeitig ist da ein wachsender Kreis von Menschen, die genau das suchen: einen Landgasthof übernehmen. Aus dem Stadtleben heraus, ruhiger arbeiten, regional kochen, Gemeinschaft aufbauen. Der Traum ist real. Die Zahlen dahinter sind es meistens nicht.

Eine Landgasthof-Übernahme ist strukturell anders als eine Neueröffnung. Du kaufst oder pachtest nicht nur vier Wände, sondern einen ganzen Betrieb mit Geschichte, mit Stammgästen, mit Inventar – und oft auch mit einem Investitionsstau, der erst nach einigen Monaten vollständig sichtbar wird. Die alte Heizungsanlage läuft noch. Die Küchentechnik aus dem Jahr 2003 auch. Bis sie es nicht mehr tun.

Dieser Artikel zeigt, wie eine Landgasthof Übernahme wirtschaftlich funktioniert: Pacht oder Kauf, Ablösesumme und Inventarbewertung, der Investitionsstau als Kernrisiko, Saisonalitätsprobleme im ländlichen Raum und warum es spezifische Förderprogramme gibt, die viele Neupächter nicht kennen.

Die Marktlage: Warum Landgasthöfe ein besonderes Kapitel sind

Der ländliche Gasthof ist betriebswirtschaftlich gesehen ein Hybridbetrieb. Er verbindet oft mehrere Konzepte gleichzeitig: Restaurant und Gaststätte, manchmal Veranstaltungsraum, manchmal Fremdenzimmer oder Pension, manchmal regionale Catering-Funktion für Hochzeiten und Vereinsfeste.

Das ist wirtschaftlich ein Vorteil sind mehrere Standbeine und gleichzeitig ein Risiko: Wer alles anbietet, muss alles gut machen, alles separat kalkulieren, alles besetzt haben.

Die Zahlen hinter dem Dorfgasthaus-Sterben Laut DEHOGA verlor Deutschland zwischen 2010 und 2023 rund 30.000 Gaststätten im ländlichen Raum. Ein Drittel dieser Betriebe hatte keinen Nachfolger gefunden. In Thüringen sind nach einer Befragung des Gastgewerbeverbands rund 82 Prozent der verbliebenen Betriebe Familienunternehmen – und viele suchen aktiv Nachfolger. Die Bundesländer Bayern, Hessen, Thüringen und mehrere andere haben inzwischen Sonderförderprogramme für Investitionen in ländliche Gastronomiebetriebe aufgelegt. Das hessische Heimatministerium startete 2025 ein explizites Sonderprogramm für den Erhalt der Gastronomie im ländlichen Raum. (Quelle: DEHOGA Branchenbericht 2024, Tourismusnetzwerk Thüringen 1/2025, Hessisches Heimatministerium 2025)

Das bedeutet konkret: Wer einen Landgasthof übernehmen will, findet ein Angebot, das größer ist als die Nachfrage. Auf dem Land ist der Verpächter oft froh über einen ernsthaften Interessenten. Das ist eine Verhandlungsposition wenn man weiß, wie man sie nutzt.

Erste Weichenstellung: Pacht oder Kauf des Landgasthofs?

Das ist die wichtigste Entscheidung vor jeder Kalkulation. Pacht und Kauf haben grundlegend unterschiedliche Risikostrukturen.

KriteriumPachtKauf
KapitalbedarfNiedrig – nur Pachtkaution und InvestitionenHoch – Kaufpreis + Notarkosten + Grunderwerbsteuer
Laufende BelastungMonatliche Pacht (Fixkosten)Kredit-Zins und -Tilgung (Fixkosten)
FlexibilitätGut – nach Vertragslaufzeit Ausstieg möglichGering – Verkauf dauert und kostet
WertsteigerungKeine für den PächterJa – Immobilienwert steigt mitunter
Verantwortung BausubstanzMeist beim VerpächterVollständig beim Eigentümer
RisikoVerpächter könnte Vertrag nicht verlängernGesamtes Investitionsrisiko beim Käufer
Typisch fürQuereinsteiger, erste Übernahme, begrenztes KapitalErfahrene Gastronomen, langfristige Planung

Für die meisten Erstübernahmen ist Pacht die richtige Wahl. Warum: Der Kapitalbedarf für Investitionen, Betriebsanlauf und Liquiditätspuffer ist ohnehin schon erheblich. Wer dazu noch den Kaufpreis einer Immobilie stemmen muss, ist von Anfang an hochverschuldet. Mit Pacht bleibt mehr Kapital für das, was den Betrieb wirklich voranbringt. (Quelle: pachtnetzwerk.immo, dish.co Pachtverträge Guide 2024)

Die Pacht mal acht Formel: Wie viel Pacht ist tragbar?

In der Gastronomiebranche gilt seit Jahrzehnten eine einfache Faustformel: Die Pacht ist wirtschaftlich tragbar, wenn der Jahres-Nettoumsatz mindestens das Achtfache der Jahresperson beträgt. Anders formuliert: Die Pacht sollte nicht mehr als 12,5 Prozent des Nettoumsatzes betragen. Für Restaurants gilt als Obergrenze in der Praxis oft 8 bis 12 Prozent.

Pacht-mal-acht: Konkrete Rechnung Angenommen, du prüfst einen Landgasthof mit einer verlangten monatlichen Pacht von 1.800 Euro netto (21.600 Euro pro Jahr).Laut Formel: Pacht x 8 = Mindestumsatz. 21.600 Euro x 8 = 172.800 Euro Jahres-Nettoumsatz als Untergrenze.Umgerechnet auf Monate: 14.400 Euro Nettoumsatz monatlich als Mindestanforderung und das ist wirklich Minimum, kein Zielwert.Wenn die BWA des Vorpächters zeigt, dass der Betrieb zuletzt 130.000 bis 140.000 Euro Nettoumsatz pro Jahr gemacht hat: Diese Pacht ist nicht tragbar. Die Faustformel zeigt dir sofort, welche Pacht zu welchem Umsatz passt. Und ob das Angebot stimmt. (Quelle: dish.co, absolut-gastronomie-immobilien.de)

Die Formel ist eine Faustformel, kein Gesetz. In Regionen mit sehr niedrigen Mietpreisen und stabilen Stammgaeste-Strukturen kann ein etwas höherer Pachtanteil noch funktionieren. In Regionen mit starker Saisonalität (Sommer schlägt Winter, oder umgekehrt) muss die Pacht noch tiefer liegen, weil die Jahresdurchschnittszahlen über schlechte Monate hinwegtäuschen können.

Die BWA-Prüfung: Warum du die Zahlen des Vorpächters brauchst

Bevor du über Pacht oder Kaufpreis verhandelst: Lass dir die BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung) der letzten zwei bis drei Jahre zeigen. Wenn der Vorpächter sich sperrt, ist das ein Warnsignal. Ein guter Betrieb hat nichts zu verbergen.

Was du in der BWA prüfst:

KennzahlWas du suchstWarnsignal
NettoumsatzStabile oder steigende EntwicklungStarker Rückgang in letztem Jahr – Warum?
WareneinsatzquoteRichtwert: 28–35 % GastronomieÜber 38 %: Strukturproblem oder Übervorteilung
PersonalkostenRichtwert: 35–45 % vom UmsatzÜber 50 %: Fehlbesetzung oder zu viel Personal
Miete / PachtRichtwert: unter 12,5 % vom UmsatzÜber 15 %: Betrieb war auf Dauer nicht tragfähig
EBITDA (Rohertrag)Positiv nach KostenDauerhaft negativ: Betrieb war nicht profitabel
VerbindlichkeitenKeine offenen Rechnungen, keine GläubigerRückstände bei Lieferanten – Übergang prüfen
Saisonale SchwankungWie stark schwankt der Monatsumsatz?Wenn 3 Monate mehr als 80 % des Jahresumsatzes: Hochrisiko

Wenn du keine BWA bekommst: Lass dir ersatzweise die Umsätze aus dem Kassensystem der letzten 24 Monate zeigen. Das sind neutrale Daten, keine Schönwetter-Dokumente. Quelle: g-wie-gastro Übernahme-Guide, dish.co Restaurantübernahme-Checkliste 2025.

Die Ablösesumme: Was du wirklich zahlst, und wofür

Wenn ein bestehender Pächter den Betrieb übergibt, verlangt er oft eine Ablösesumme für das übernommene Inventar, die aufgebaute Kundenbasis, geleistete Investitionen oder schlicht als «Goodwill». Das ist legitim aber die Höhe ist verhandelbar, und viele Ablösesummen sind deutlich zu hoch angesetzt.

Was in einer Ablösesumme stecken kann

  • Inventarwert: Küchenausstattung, Mobiliar, Geschirr, Gaststätteneinrichtung – bewertet zum Zeitwert (Neupreis minus Abschreibung)
  • Laufender Warenbestand: Getränkelager, Vorräte, Tiefkühlbestand – bewertet zu Einkaufspreisen
  • Getränkepfand und Leergut
  • Aufgebauter Geschäftswert (Goodwill / Firmenwert): umstrittene Position, sehr verhandelbar
  • Bereits getätigte Investitionen des Vorgängers, die noch nicht abgeschrieben sind
Ablöse: Was du auf keinen Fall unkritisch bezahlen solltestEin Goodwill-Aufschlag von 30.000 bis 80.000 Euro auf ein Gasthaus, das zuletzt 120.000 Euro Jahresumsatz gemacht hat und das der Vorpächter nach zehn Jahren aufgibt, ist in den meisten Fällen nicht gerechtfertigt. Goodwill ist nur dann real, wenn der Betrieb dauerhaft profitabel war, eine starke Markenidentität hat und du diesen Kundenstamm auch tatsächlich behältst. In ländlichen Regionen, wo die Stammgäste «den Betrieb» kennen und nicht «dich», ist ein hoher Goodwill oft ein Phantomwert. Lass alle Positionen einer Ablösesumme einzeln bewerten, bevor du unterschreibst. Und hol dir für alles über 15.000 Euro eine unabhängige Einschätzung. (Quelle: Gastro Piraten Beratungspraxis, g-wie-gastro.de)

Typische Ablösesummen bei Landgasthöfen

Betriebsgröße / ZustandInventar-ZeitwertGoodwill / GeschäftswertRealistische Ablöse gesamt
Kleines Gasthaus (<40 Sitzpl.), älteres Inventar3.000 – 10.000 Euro0 – 5.000 Euro3.000 – 15.000 Euro
Mittlerer Gasthof (50–80 Sitzpl.), gemischtes Alter10.000 – 30.000 Euro5.000 – 20.000 Euro15.000 – 50.000 Euro
Gut geführter Landgasthof mit Veranstaltungsraum25.000 – 60.000 Euro10.000 – 40.000 Euro35.000 – 100.000 Euro
Gasthof mit Fremdenzimmern (Pension/Hotel)30.000 – 80.000 Euro0 – 50.000 Euro30.000 – 130.000 Euro

Richtwerte 2026/2027. Der Inventarwert ist der wichtigste Posten und wird auf Basis von Neupreis, Alter und Zustand errechnet. Goodwill ist verhandelbar und sollte durch positive BWA-Geschichte belegt sein. Quelle: Übernahme-Bewertung, Gastro Piraten Beratungspraxis.

Der Investitionsstau: Das größte Risiko bei jeder Landgasthof-Übernahme

Ein Landgasthof, der seit 30 Jahren von derselben Familie betrieben wird, sieht auf den ersten Blick solide aus. Die Küche ist sauber. Die Heizung läuft. Das Fassungsvermögen ist ausreichend.

Was du nicht siehst: Die Küche hat seit 2008 keine größere Investition erlebt. Die Heizungsanlage ist eine Ölheizung aus dem Jahr 1994, die in zwei Jahren ersetzt werden muss. Die Elektroinstallation entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand, und das Gesundheitsamt hat bei der letzten Begehung schriftlich auf drei Punkte hingewiesen, die «dringend» angegangen werden sollten.

Das ist kein Einzelfall. Das ist der Normalzustand bei einem Landgasthof, der nach 20 oder mehr Jahren abgegeben wird.

Typische Investitionsstau-Positionen bei Landgasthöfen

PositionTypischer ZustandInvestitionskosten (netto)Priorität
Küchentechnik (Herd, Fritteuse, Kombidamäpfer)Oft 15–25 Jahre alt15.000 – 50.000 EuroHoch – ohne Küche kein Betrieb
Heizungsanlage (Öl auf Gas / Wärmepumpe)Meist Öl, >20 Jahre12.000 – 35.000 EuroHoch – Energiekosten und Pflicht
Gastraum-Renovierung (Bodenbelag, Wandfarbe)Abgenutzt, Jahrzehnte alt8.000 – 25.000 EuroMittel – für ersten Eindruck
Toilettenanlagen (Barrierefreiheit, Modernisierung)Oft nicht barrierefrei5.000 – 20.000 EuroHoch – teils gesetzliche Anforderung
Kassensystem (TSE-Pflicht seit 2020)Oft noch Altsystem1.500 – 5.000 EuroHoch – gesetzliche Pflicht
Elektroinstallation und SicherheitstechnikHäufig veraltet5.000 – 20.000 EuroMittel – Sicherheit und Versicherung
Fassade / Dach / AußenanlageAbgenutzt, Pflege rückständig10.000 – 60.000 EuroMittel – für Gesamteindruck
Wärmedämmung / FensterEinfachverglasung, keine Dämmung15.000 – 80.000 EuroMittel – Energieeinsparung langfristig
Außenterrasse / BiergartenHolz morsch, Bodenbelag defekt3.000 – 15.000 EuroSaisonal entscheidend
Fremdenzimmer (wenn vorhanden)Veraltete Ausstattung2.000 – 8.000 Euro pro ZimmerJe nach Konzept

Richtwerte 2025. Je nach Zustand kann eine Kombination mehrerer Positionen sehr schnell auf 80.000 bis 180.000 Euro Gesamtinvestitionsbedarf anwachsen – allein für den Investitionsstau, noch bevor du eine eigene Konzeptanpassung finanzierst. Quelle: steuer-husum.de Gastronomieküchen 2025, Gastro Piraten Beratungspraxis.

So prüfst du den Investitionsstau vor VertragsunterschriftBring vor Vertragsunterschrift einen Fachhandwerker mit, der dir die Küche, die Heizung und die Elektroinstallation begutachtet. Das kostet 200 bis 500 Euro für zwei bis drei Stunden – und kann dir 50.000 Euro ungeplante Ausgaben ersparen.Frag auch beim Gesundheitsamt nach dem letzten Prüfbericht. Dieser ist öffentlich zugänglich oder kann als neuer Pächter angefordert werden. Offene Punkte aus dem Hygieneprotokoll sind deine Verhandlungsgrundlage – sie rechtfertigen eine niedrigere Ablösesumme oder eine Investitionspflicht des Verpächters.Und: Lass den Pachtvertrag vor Unterschrift von einem Rechtsanwalt mit Erfahrung im Gastgewerberecht prüfen. Mindestens auf Laufzeit, Kündigungsmodalitäten und Investitionsklauseln.

Gesamtkapitalbedarf: Was eine Landgasthof-Übernahme wirklich kostet

Wir rechnen mit einem typischen mittleren Landgasthof: 60 bis 80 Sitzplätze Gastraum, Wirtsstube, kleiner Veranstaltungsraum bis 40 Personen, Pacht, ländliche Lage in einer deutschen Mittelregion (Allgäu, Sauerland, Erzgebirge, Voralpenland). Keine Fremdenzimmer.

Gesamtkapitalbedarf: Pacht-Übernahme Landgasthof (60–80 Sitzplätze, mittlere Lage)
KostenblockMinimumRealistischMit größerem Invest.stau
Ablösesumme Vorgänger (Inventar + Goodwill)5.000 Euro25.000 Euro60.000 Euro
Sofortinvestitionen: Kassenanlage, Hygiene2.000 Euro5.000 Euro8.000 Euro
Küchensanierung / -modernisierung0 Euro (gut gepflegt)20.000 Euro45.000 Euro
Gastraum-Renovierung3.000 Euro12.000 Euro25.000 Euro
Toiletten und Barrierefreiheit0 Euro8.000 Euro20.000 Euro
Heizungssanierung (mittelfristig einplan.)0 Euro (noch läuft)15.000 Euro35.000 Euro
Konzeptanpassung / neue Einrichtungselemente1.000 Euro8.000 Euro20.000 Euro
Erstlager Lebensmittel und Getränke3.000 Euro6.000 Euro10.000 Euro
Genehmigungen und Berater500 Euro2.000 Euro4.000 Euro
Marketing zur Übernahme / Eröffnung500 Euro3.000 Euro7.000 Euro
Pachtkaution (3 Monatspachten)3.000 Euro5.400 Euro8.000 Euro
Unvorhergesehenes (15 %)2.700 Euro16.000 Euro36.000 Euro
SUMME INVESTITIONca. 20.700 Euroca. 125.400 Euroca. 278.000 Euro
Liquiditätspuffer (5 Monate)40.000 Euro65.000 Euro90.000 Euro
GESAMTKAPITALBEDARFca. 61.000 Euroca. 190.000 Euroca. 368.000 Euro

Richtwerte für Deutschland 2025/2026. Das Minimum gilt nur bei einem Betrieb mit sehr gutem Inventar, gepflegtem Zustand, gutem Pächtervertrag und einem Vorgänger, der keine Ablöse verlangt. Das ist selten. Quelle: Gastro Piraten Beratungspraxis, g-wie-gastro.de.

Die laufenden Kosten: Was ein Landgasthof jeden Monat kostet

Pacht: Die richtige Höhe bestimmen

Für ländliche Gastronomie in Deutschland gelten Pachtsätze von 8 bis 12 Prozent des Jahres-Nettoumsatzes als wirtschaftlich tragbar. Konkret: Bei einem Zielumsatz von 200.000 Euro Nettoumsatz pro Jahr sind 16.000 bis 24.000 Euro Jahresperson – also 1.330 bis 2.000 Euro monatlich – realistisch. In manchen ländlichen Regionen (besonders ostdeutscher Raum, strukturschwache Gebiete) sind Pachten von 600 bis 1.000 Euro monatlich für einen mittelgroßen Gasthof keine Seltenheit – weil Verpächter froh sind, überhaupt einen Pächter zu finden. (Quelle: pachtnetzwerk.immo, absolut-gastronomie-immobilien.de)

Personal: Die größte Herausforderung auf dem Land

Der ländliche Raum hat ein Personalproblem, das sich vom städtischen fundamental unterscheidet. Nicht die Höhe der Bewerberzahl ist das Problem – sondern die Qualifikation und die Verfügbarkeit. Ausgebildete Köche und Servicekräfte zieht es in die Städte, nicht in den Voralpen-Gasthof.

Viele Landgasthöfe lösen das durch Familienarbeit. Inhaber und Lebenspartner arbeiten selbst in Küche und Service, ergänzt durch lokale Aushilfen (oft Studenten, Nachbarskinder, Pensionäre). Das hält die Personalkosten niedrig – aber es birgt ein enormes Burnout-Risiko und eine Qualitätsgrenze.

PersonalpositionStunden/MonatBruttolohnAG-KostenGesamt
Koch / Küchenchef (wenn nicht Inhaber)160 h2.500 Euro550 Euro3.050 Euro
Servicekraft (Vollzeit)160 h2.100 Euro462 Euro2.562 Euro
Theken- / Bardienst (Teilzeit)80 h1.026 Euro226 Euro1.252 Euro
Küchenhilfe / Spüler (Teilzeit)80 h1.026 Euro226 Euro1.252 Euro
Aushilfe für Veranstaltungen (Minijob)ca. 30 h384 EuroPauschale ~28 %492 Euro
Inhaberpaar (kalkulatorisch für beide)variabel4.000 – 6.000 Euro

Mindestlohn 2025/2026: 12,82 Euro/Stunde. Für einen mittleren Landgasthof ohne Familienarbeit: Personalkosten 8.000 bis 12.000 Euro monatlich. Mit Familienarbeit (Inhaber + Lebenspartner) und externem Koch: 4.000 bis 7.000 Euro. Das kalkulatorische Inhabergehalt müssen beiden Partner einplanen – auch wenn sie es anfangs nicht auszahlen. Quelle: BMAS, DEHOGA 2025.

Saisonalitätsproblem im ländlichen Raum

Das große Thema, das in städtischen Gastronomie-Ratgebern meistens fehlt: Viele Landgasthöfe sind de facto Saisonbetriebe, auch wenn sie formal ganzjährig geöffnet sind. Im Bayerischen Wald oder im Allgäu läuft der Gasthof im Winter (Ski) und Sommer (Wandern) – und im Frühjahr und Herbst ist es ruhig. Im Sauerland oder in der Eifel gibt es starke Sommer-Wochenend-Peaks, aber durchschnittliche Wochentage.

Region / SaisontypHochsaisonNebensaisonUmsatzschwankung ca.
Alpenregion (Allgäu, Voralpenland)Winter (Dez.–März) + Sommer (Jun.–Sep.)April–Mai, Oktober–November3:1 bis 5:1 Hochsaison vs. Nebensaison
Mittelgebirge (Schwarzwald, Eifel, Sauerland)Sommer (Jun.–Sep.) + WeihnachtenJan.–März, Oktober–November2:1 bis 4:1
Ostsee / NordseeSommer (Jul.–Aug.) dominantOktober–April sehr schwach4:1 bis 8:1 extrem
Dorf ohne TourismusWeihnachten, Hochzeiten, FesteJanuar–Februar1,5:1 bis 2:1 (geringere Schwankung)

Extreme Saisonalität bedeutet: Der Gasthof muss in 4 bis 5 Monaten das Geld verdienen, das er das ganze Jahr braucht. Das erfordert einen sehr großen Liquiditätspuffer und eine disziplinierte Rücklagenbildung in der Hochsaison. Quelle: sumup.com Saisonalitätsmanagemment 2024, Gastro Piraten Beratungspraxis.

Monatliche Gesamtkostenübersicht: Mittlerer Landgasthof (60–80 Sitzpl., Jahrespacht 18.000 Euro, ländliche Lage)
KostenblockMinimumRealistischGroßer Betrieb / Saisonregion
Pacht inkl. Nebenkosten800 Euro1.800 Euro3.000 Euro
Personal (ohne Inhabergehalt)3.000 Euro6.500 Euro12.000 Euro
Inhabergehalt (kalkulatorisch, Paar)2.000 Euro4.500 Euro7.000 Euro
Wareneinsatz (bei 15.000 Euro Umsatz, 32 %)3.200 Euro4.800 Euro7.200 Euro
Energie (Strom + Heizung, ländliche alten Objekte)500 Euro900 Euro1.800 Euro
Versicherungen100 Euro220 Euro400 Euro
Buchhaltung / Steuerberater120 Euro250 Euro450 Euro
GEMA + Rundfunkbeitrag50 Euro120 Euro200 Euro
Rücklagen Investitionsstau (monatlich anteilig)200 Euro500 Euro1.000 Euro
Sonstiges (Reinigung, Wartung, Marketing)200 Euro400 Euro800 Euro
SUMME LAUFENDE KOSTENca. 10.170 Euroca. 20.000 Euroca. 33.850 Euro
Benötigter Mindestumsatzca. 12.100 Euroca. 23.800 Euroca. 40.300 Euro

Alle Werte monatlich, netto. Wareneinsatz mit 32 Prozent gerechnet (typisch für Küchenbetrieb mit regionaler Küche). Achtung: In der Nebensaison muss der Betrieb trotzdem seine Fixkosten tragen. Der Liquiditätspuffer muss diese schlechten Monate finanzieren. Quelle: Gastro Piraten Beratungspraxis, DEHOGA Branchenkennzahlen 2024.

Fördermittel: Was viele Neupächter nicht kennen

Der ländliche Gastronomiebetrieb ist in Deutschland ein politisches Thema. Mehrere Bundesländer und der Bund haben in den letzten Jahren Programme aufgelegt, die gezielt die Gastronomie im ländlichen Raum fördern. Wer diese Mittel nicht kennt und nicht beantragt, verschenkt bares Geld.

FörderprogrammInhaltTypischer BetragWo beantragen
KfW ERP-Gründerkredit StartgeldGünstiger Kredit für GründungenBis 125.000 EuroKfW über Hausbank
KfW UnternehmerkreditGünstiger Kredit für bestehende Betriebe / ÜbernahmenBis 25 Mio. EuroKfW über Hausbank
BAFA Förderberatung für KMUZuschuss für Unternehmensberatung50 – 80 % der BeratungskostenBAFA direkt
Länderprogramme (Bayern, Hessen, Thüringen u.a.)Zuschüsse für Investitionen in ländl. Gastro5.000 – 50.000 EuroJeweiliges Landesministerium
EU LEADER-ProgrammRegionale Entwicklung ländlicher Raum10.000 – 200.000 Euro möglichRegionale Aktionsgruppe
Investitions- und Strukturbank (ISB, LfA etc.)Länderspezifische FörderbankenVariabel je BundeslandJeweilige Landesförderbank

Förderprogramme ändern sich regelmäßig. Prüfe die aktuellen Konditionen direkt bei KfW, BAFA und dem jeweiligen Landesministerium. Das hessische Heimatministerium hat 2025 ein explizites Sonderprogramm für Investitionen in ländliche Gastronomie gestartet (Antragstellung ab Juni 2025). Quelle: KfW Förderübersicht, Hessisches Heimatministerium 2025, BAFA-Website.

Fördermittel-Tipp: Den Antrag vor dem Kauf oder Pacht stellenViele Förderprogramme haben die Bedingung, dass der Förderantrag vor Baubeginn oder Vertragsabschluss gestellt werden muss. Wer erst unterschreibt und dann Fördermittel beantragt, bekommt oft eine Absage. Informiere dich über verfügbare Programme, bevor du den Pachtvertrag unterzeichnest.

Fallbeispiel: Wie eine Voralpenland-Übernahme durch einen übersehenen Investitionsstau fast scheiterte

Fallbeispiel: Landgasthof, Voralpenland (Bayern) Ein Ehepaar aus München übernahm nach jahrelangem Stadtleben einen Landgasthof in einer kleinen Gemeinde im Voralpenland: 70 Sitzplätze Gastraum, Wirtsstube, Veranstaltungsraum für bis zu 60 Personen, Biergarten mit 40 Plätzen. Pacht: 1.600 Euro monatlich netto. Ablösesumme: 28.000 Euro (Inventar und Goodwill). Die Pacht-mal-acht-Rechnung passte: Der Vorpächter hatte in guten Jahren rund 180.000 Euro Nettoumsatz gemacht.Das Problem: Der Investitionsstau war nicht vollständig sichtbar. Küchen- und Heizungsinspektion wurde erst nach der Unterschrift gemacht. Ergebnis: Der Kombidämpfer aus dem Jahr 2006 hatte einen Defekt im Brenner Reparatur: 3.800 Euro. Die Ölheizung war zuletzt 2009 gewartet worden, Gutachter empfahl dringend Tausch innerhalb von 18 Monaten Kosten: 22.000 Euro. Die Terrasse hatte verwitterte Träger, die auf Geheiß des Versicherungsgutachters gesperrt werden musste bis zur Sanierung Kosten: 9.500 Euro.Zusammen: 35.300 Euro ungeplante Investitionen in den ersten 9 Monaten, die aus dem Liquiditätspuffer gedeckt werden mussten. Gleichzeitig lief der Betrieb in den ersten beiden Saisons über unter Erwartung, weil eine Stammgast Gruppe dem alten Wirt treu blieb und nicht zurück kam.Was geholfen hat: Der Betrieb hatte einen ausreichend großen Liquiditätspuffer einkalkuliert (65.000 Euro). LEADER-Fördermittel wurden nach der Übernahme für die Heizungssanierung beantragt und bewilligt (Zuschuss 40 Prozent). Nach 18 Monaten stabilisierte sich der Betrieb mit eigenem Kundenstamm.Name und Ort wurden aus Datenschutzgründen anonymisiert. Der geschilderte Fall basiert auf einer echten Beratungssituation der Gastro Piraten.

Die 8 häufigsten Fehler bei der Landgasthof-Übernahme

Fehler 1: Den Investitionsstau nicht systematisch prüfen

Die meisten Fehler bei Landgasthof-Übernahmen passieren nicht beim Pachtpreis, sondern beim Investitionsstau. Wer nicht vor Unterschrift einen Fachhandwerker durch Küche, Keller, Heizung und Elektro schickt, kauft die Katze im Sack.

Fehler 2: Die Ablösesumme unkritisch akzeptieren

Eine Ablösesumme ist immer verhandelbar. Der Goodwill-Anteil besonders. Lass dir jeden Posten einzeln erklären und belegen. Ein Zeitwert-Gutachten für das Inventar kostet 300 bis 800 Euro – und kann die Ablöse um 10.000 bis 30.000 Euro senken.

Fehler 3: Die Saisonalitätsdaten nicht monatlich analysieren

Ein Jahresumsatz von 180.000 Euro klingt solide. Wenn aber 120.000 davon in drei Monaten gemacht werden und die restlichen neun Monate zusammen nur 60.000 Euro bringen, sieht das Liquiditätsbild fundamental anders aus. Lass dir immer den monatlichen Umsatzverlauf der letzten 24 Monate zeigen.

Fehler 4: Kein Rechtsanwalt für den Pachtvertrag

Ein Pachtvertrag für ein Gasthaus hat Fallstricke, die ein Laie nicht sieht: Instandhaltungspflichten, Übergabezustand, Konkurrenzschutzklauseln, automatische Verlängerungen, Kündigungsfristen. Ein Anwalt mit Gastgewerberecht-Erfahrung kostet 300 bis 800 Euro für die Prüfung. Er kann dir jahrelange Probleme ersparen.

Fehler 5: Das Inhabergehalt nicht einkalkulieren

Viele Neupächter planen kein oder ein zu geringes Inhabergehalt ein – mit dem Gedanken, «wir ziehen erstmal kein Gehalt, bis der Betrieb läuft». Problematisch: Wer zwei Jahre ohne Lohn arbeitet, hat de facto zweimal die Betriebskosten gesenkt, ohne eine stabile Grundlage aufgebaut zu haben. Plane mindestens 3.000 bis 4.000 Euro monatlich für das Inhaberpaar ein.

Fehler 6: Fördermittel nach Unterschrift beantragen

Viele Förderprogramme für ländliche Gastronomie haben die Bedingung, dass der Antrag vor Umsetzung der Investition gestellt werden muss. Wer erst renoviert und dann Fördermittel beantragt, bekommt oft eine Absage. Förderprogramme recherchieren, bevor du unterschreibst.

Fehler 7: Stammgäste überschätzen

Die Stammgäste des alten Wirts sind dem alten Wirt treu – nicht dem Haus. Kalkuliere realistische Anlaufzeit von 12 bis 18 Monaten, in denen du deinen eigenen Kundenstamm aufbaust. Daraus folgt: Der Liquiditätspuffer muss größer sein, als die BWA des Vorgängers suggeriert.

Fehler 8: Die Energiekosten bei altem Gebäude unterschätzen

Ein Landgasthof in einem Gebäude aus den 1960er oder 1970er Jahren mit Ölheizung, Einfachverglasung und ohne Außendämmung kann monatlich 1.200 bis 2.500 Euro Energiekosten erzeugen. Das sind Kosten, die in keiner BWA separat ausgewiesen werden. Lass dir die Energieabrechnungen der letzten drei Jahre zeigen.

Ein Landgasthof ist eine Lebensaufgabe – mit Kalkulation

Wer einen Landgasthof übernimmt, übernimmt mehr als einen Betrieb. Er übernimmt einen sozialen Auftrag in der Gemeinschaft, eine regionale Identität, manchmal ein Denkmal. Das klingt groß. Es ist auch groß.

Gleichzeitig ist es ein Unternehmen, das profitabel betrieben werden muss. Das geht nur, wenn die Zahlen stimmen. Wenn der Pachtpreis zur Pacht-mal-acht-Formel passt. Wenn der Investitionsstau realistisch eingepreist ist. Wenn der Liquiditätspuffer auch für den Winter reicht.

Die Kombination aus Herzblut und sauberer Kalkulation – das ist das Rezept. Wir haben beides.

Was erfolgreiche Landgasthof-Übernahmen gemeinsam habenSie haben die BWA des Vorgängers sorgfältig geprüft und sich vom monatlichen Umsatzverlauf nicht blenden lassen. Sie haben den Investitionsstau professionell begutachten lassen, bevor sie unterschrieben. Sie haben Fördermittel recherchiert und beantragt, bevor die ersten Rechnungen bezahlt wurden. Und sie haben mit einem realistischen Inhabergehalt kalkuliert nicht damit, jahrelang umsonst zu arbeiten und zu hoffen, dass der Betrieb dann schon reicht. (Quelle: Gastro Piraten Beratungspraxis)

Häufige Fragen aus der Praxis

Wie finde ich Landgasthöfe, die zur Übernahme angeboten werden?
Spezifische Portale für Gastronomie-Immobilien: gastro-pacht.de, pachtnetzwerk.immo, gastrodus.de. Auch IHK-Regionalstellen listen Betriebe mit Nachfolgebedarf. In vielen ländlichen Regionen gibt es informelle Netzwerke Gespräche mit dem Bürgermeister, der Tourismusorganisation oder dem lokalen DEHOGA-Verband können Kontakte herstellen, bevor ein Betrieb auf einem Portal erscheint. Manchmal sind die besten Angebote die, die nie öffentlich ausgeschrieben werden.
Was ist, wenn der Verpächter keine BWA herausgibt?
Das ist ein Warnsignal, aber kein automatischer Ausschlussgrund. Als Alternative: Lass dir die Kassensystem-Ausdrucke der letzten 24 Monate zeigen (monatsweise), die Energieabrechnungen und die Getränkebestellungen. Diese Daten zusammen geben ein realistisches Bild des Betriebsvolumens. Wenn auch das verweigert wird: Tu es nicht. Ein Betrieb, dessen Zahlen nicht gezeigt werden können, hat Zahlen, die man nicht zeigen möchte.
Brauche ich eine Ausbildung in der Gastronomie für die Übernahme?
Für die Gaststättenkonzession brauchst du die IHK-Unterrichtung im Gastgewerbe (1 bis 3 Tage). Eine Koch- oder Restaurantfachmann Ausbildung ist keine gesetzliche Voraussetzung aber betriebswirtschaftlich sinnvoll. Wer nicht selbst kochen kann, ist vollständig auf einen Fremdkoch angewiesen. Auf dem Land ist das ein erhebliches Abhängigkeitsrisiko: Wenn der Koch kündigt, steht der Betrieb. Plan entweder dich selbst in die Küche ein, oder baue mindestens eine zweite Personen auf, die das Kernhandwerk beherrscht.
Wie lange dauert es, bis ein übernommener Landgasthof profitabel läuft?
Realistisch: 12 bis 24 Monate, bis der Break-even dauerhaft erreicht und ein eigener Kundenstamm aufgebaut ist. Das hängt stark davon ab, wie viele Stammgäste vom Vorgänger übernommen werden, wie der Betrieb in der Region wahrgenommen wird und wie gut das Konzept zur lokalen Nachfrage passt. Wenn du in der Hochsaison direkt startest und das Konzept greift: kürzer. Wenn du in der Nebensaison beginnst und der erste Winter kommt, bevor die Stammgäste da sind: länger. Plane entsprechend.
Was kostet eine Gastronomieberatung vor der Übernahme?
Ein strukturiertes Beratungsgespräch vor der Übernahme kostet bei spezialisierten Beratern wie den Gastro Piraten je nach Umfang zwischen 200 und 1.500 Euro. Die Inhalte einer guten Übernahmeberatung: BWA-Analyse und Pachtprüfung, Investitionsstau-Einschätzung, Fördermittelcheck, Kalkulation des Gesamtkapitalbedarfs. Dieser Betrag amortisiert sich bei einer Übernahme, die besser verhandelt oder ein überteuertes Objekt gar nicht erst unterschrieben wird, sehr schnell.

 

Wein in der Gastronomie

Bedeutung von Wein in der Gastronomie

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Warum Wein das Herzstück der Gastronomie ist – eine Ode an den erlesenen Tropfen!

Wein ist ein wahrer Segen für uns Gastronomen und unser Herzstück. Er kann jedes Dinner zu einem besonderen Erlebnis machen und jeden Tag versüßen. Also lass uns gemeinsam ein Glas auf den erlesenen Tropfen heben und feiern, wie wundervoll Wein ist!

1. Warum Wein eine so wichtige Rolle in der Gastronomie spielt

Wein ist nicht nur ein alkoholisches Getränk, sondern ein wahrer Genuss für die Sinne. Er kann den Geschmack eines Gerichts perfekt ergänzen oder sogar verbessern. Deshalb spielt er in der Gastronomie eine so wichtige Rolle. Ein gut ausgewählter Wein kann das kulinarische Erlebnis komplettieren und dem Gast ein unvergessliches Geschmackserlebnis bescheren. Zudem ist Wein auch ein Symbol für Geselligkeit und Zusammenkommen. Eine Flasche Wein am Tisch zu teilen, fördert die Kommunikation und schafft eine angenehme Atmosphäre. Kein Wunder also, dass Wein seit jeher das Herzstück der Gastronomie bildet und auch heute noch von vielen Köchen und Sommeliers als unverzichtbar betrachtet wird.

2. Ein Blick auf die Geschichte des Weins

Wein ist seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Kultur. Bereits im antiken Griechenland und Rom wurde Wein als Genussmittel geschätzt und auch in der Bibel wird er oft erwähnt. Im Mittelalter waren es vor allem die Klöster, die den Weinbau vorantrieben und sich um die Weiterentwicklung von Rebsorten kümmerten. Heute gibt es unzählige Weingüter auf der ganzen Welt, die sich auf verschiedenste Rebsorten spezialisiert haben und eine große Vielfalt an Weinen produzieren. Wein ist nicht nur ein Getränk, sondern ein Erlebnis für alle Sinne. Er begleitet uns bei besonderen Anlässen und verbindet Menschen miteinander. Kein Wunder also, dass er das Herzstück der Gastronomie bildet und zu einem unverzichtbaren Bestandteil unserer Kultur geworden ist.

3. Der Aufstieg des Weins als Gourmetgetränk

Wein ist schon lange nicht mehr nur ein einfaches Getränk zum Essen. In den letzten Jahren hat sich der Wein zu einem wahren Gourmetgetränk entwickelt und ist mittlerweile aus der gehobenen Gastronomie nicht mehr wegzudenken. Der Aufstieg des Weins als Gourmetgetränk liegt vor allem daran, dass er eine Vielzahl von Aromen und Geschmacksrichtungen bietet, die perfekt zu verschiedenen Speisen passen. Aber auch die Kunst des Weinanbaus und der Weinherstellung hat in den letzten Jahren einen enormen Fortschritt gemacht, was dazu führt, dass immer mehr Weine auf höchstem Niveau produziert werden können. Es ist also keine Überraschung, dass Wein heute das Herzstück der Gastronomie bildet und bei jedem guten Essen nicht fehlen darf.

4. Wie Wein ein perfekter Begleiter zu jeder Mahlzeit sein kann

Wenn es um das perfekte Essen geht, ist Wein oft der beste Begleiter. Ob ein leichter Weißwein zu einem Salat oder ein kräftiger Rotwein zu einem Steak – Wein kann jedes Gericht ergänzen und verbessern. Ein guter Wein kann die Aromen des Essens hervorheben und den Geschmack des Gerichts intensivieren. Aber nicht nur das Essen profitiert vom Wein, auch der Wein selbst kann durch das Essen verbessert werden. Ein passendes Gericht kann dazu beitragen, dass sich die verschiedenen Aromen des Weins entfalten und zur Geltung kommen. Deshalb ist es wichtig, bei der Auswahl des Weins auf die richtige Kombination mit dem Essen zu achten. So wird jede Mahlzeit zu einem besonderen Erlebnis für den Gaumen – dank des erlesenen Tropfens Wein.

5. Die Vielfalt an Weinen und ihre unterschiedlichen Geschmacksrichtungen

Wein ist ein wahrhaft erstaunliches Getränk. Es gibt so viele verschiedene Sorten und Geschmacksrichtungen, dass es unmöglich ist, sie alle zu kennen. Von trocken bis süß, von fruchtig bis würzig – jeder Wein hat seine eigene Persönlichkeit und kann zu jedem Anlass genossen werden. Ein kräftiger Rotwein passt perfekt zu einem saftigen Steak, während ein spritziger Weißwein ideal zu frischen Meeresfrüchten ist. Aber das Schöne am Wein ist, dass es keine Regeln gibt. Du kannst deinen Lieblingswein mit allem genießen, was dir schmeckt! Also lass dich von der Vielfalt der Weine verzaubern und entdecke neue Aromen und Geschmacksrichtungen.

6. Wie man den perfekten Wein zu einer Mahlzeit aussucht

Wenn es darum geht, den perfekten Wein zu einer Mahlzeit auszuwählen, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten. Zunächst einmal solltest du das Gericht selbst betrachten und die Aromen und Geschmacksrichtungen identifizieren. Dann kannst du nach einem Wein suchen, der diese Aromen ergänzt oder kontrastiert. Eine weitere wichtige Überlegung ist die Intensität des Weins im Vergleich zum Essen. Ein schwerer Rotwein kann ein leichteres Gericht überwältigen, während ein leichterer Wein möglicherweise nicht stark genug ist, um mit einem kräftigeren Gericht mithalten zu können. Es ist auch wichtig, die Jahreszeit und das Klima zu berücksichtigen – an einem heißen Sommerabend passt ein kühler Weißwein besser als ein schwerer Rotwein. Und schließlich solltest du immer darauf achten, dass der Wein deinem persönlichen Geschmack entspricht – schließlich geht es darum, das Essen und den Wein gleichermaßen zu genießen!

7. Warum man Wein trinken sollte, um seinen Gaumen zu schulen

Eines der vielen Gründe, warum Wein das Herzstück der Gastronomie ist, liegt in seiner Fähigkeit, unseren Gaumen zu schulen. Durch das Probieren von verschiedenen Weinen können wir unsere Geschmacksknospen trainieren und unser Verständnis für die verschiedenen Aromen und Nuancen erweitern. Jeder Wein hat seine eigene Persönlichkeit und Geschichte, die sich durch seine Farbe, den Geruch und den Geschmack ausdrücken. Wenn wir uns Zeit nehmen, um Wein bewusst zu probieren und zu genießen, können wir nicht nur unseren Gaumen schulen, sondern auch ein tieferes Verständnis für die Kultur und Geschichte hinter jedem Glas gewinnen. Deshalb sollten wir uns immer wieder auf neue Weinreisen begeben und uns von dem erlesenen Tropfen verzaubern lassen.

8. Welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, um Wein zu genießen

Es gibt unzählige Möglichkeiten, um Wein zu genießen. Ob pur oder als Begleitung zu einem leckeren Essen – der erlesene Tropfen verleiht jeder Situation das gewisse Etwas. Für diejenigen, die es gerne klassisch mögen, empfiehlt sich ein Glas Rotwein zum Steak oder ein kühler Weißwein zum Fisch. Wer es experimenteller mag, kann auch einen spritzigen Rosé zum Picknick oder einen süßen Dessertwein zum Nachtisch wählen. Doch auch abseits des Essens gibt es viele Gelegenheiten, um Wein zu genießen. Wie wäre es mit einem gemütlichen Abend auf dem Sofa mit einer Flasche Rotwein und guter Gesellschaft? Oder einem romantischen Dinner bei Kerzenschein und einem edlen Weißwein? Die Möglichkeiten sind grenzenlos und jeder kann seinen persönlichen Lieblingswein finden, um das Leben zu genießen.

9. Warum man sich beim Kauf von Wein informieren und beraten lassen sollte

Wenn es um Wein geht, ist es oft schwer zu entscheiden, welcher Tropfen der richtige ist. Die Vielfalt an Weinen und die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen können schnell überfordern. Doch genau deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf eine Beratung in Anspruch zu nehmen oder sich selbst zu informieren. Denn wer den passenden Wein zum Essen auswählt, kann das Geschmackserlebnis noch intensivieren und abrunden. Auch für besondere Anlässe oder als Geschenk eignet sich ein gut ausgewählter Wein hervorragend. Lass dich also ruhig von einem Experten beraten oder informiere dich selbst über die verschiedenen Sorten und Herkunftsregionen – es lohnt sich!

10. Fazit: Warum Wein das Herzstück der Gastronomie ist – eine Ode an den erlesenen Tropfen!

Wenn es um die Gastronomie geht, ist Wein das Herzstück. Er ist nicht nur ein Getränk, sondern eine Kunstform, die von Generationen von Winzern und Sommeliers perfektioniert wurde. Von der Auswahl der Trauben bis hin zur Lagerung in Fässern und Flaschen – jede Phase des Weinherstellungsprozesses erfordert Zeit, Geduld und Hingabe. Das Ergebnis ist ein erlesener Tropfen, der alle Sinne anspricht und perfekt zu den feinsten Gerichten passt. Wein ist mehr als nur ein Getränk – er ist ein Erlebnis, das uns verbindet und uns in die Welt des Genusses entführt. Also lasst uns anstoßen auf den erlesenen Tropfen und die Kunst des Weinmachens! Übrigens, in unserer Onlineakademie findest Du einen kostenfreien Videokurs zur Weinkarte. Melde Dich hier an. Wenn Du magst kannst Du auch mit diesem Link Kontakt zu uns aufnehmen.

Blog für Neues aus der Gastro und Hotelbranche

Welche Gastro-Trends erwarten uns zum Restart 2021? Welche food-trends sollte ich in meinem Gastronomiekonzept beachten?

Welche Gastro-Trends erwarten uns zum Restart 2021? Welche food-trends sollte ich in meinem Gastronomiekonzept beachten?

In der Gastronomie suchen wir ständig nach neuen Ideen und Trends. Das ist auch gut so. Doch was helfen uns Trendreisen in ferne Länder und neue Konzepte, die wir momentan gar nicht umsetzen können? Die Krise hat uns schließlich genug Geld und Nerven gekostet.

Wie also können wir aktuelle Trends, im Jahr 2021 umsetzen und erkennen?

Zum Glück kommt uns all jährlich die Bundesregierung zur Hilfe, in dem sie den Ernährungsreport des BMEL veröffentlicht. Zum kompletten Report geht es hier.

Zu erwarten war ja, dass sich das Verbraucherverhalten in jüngster Vergangenheit geändert hat.

Die Menschen kochen mehr zu Hause. Logisch, essen gehen, um lecker zu essen war ja nicht möglich. Das kann ein enormer Vorteil für uns sein. Doch lest selber.

Die guten Nachrichten für unsere Restaurants vorab:

  • Lebensmittel liefern ist nicht Alltag in Deutschland.
  • Kalorienzählen ist nicht mehr ganz so wichtig.
  • Der Geschmack von Speisen rückt in den Fokus.

Alles in Allem doch ganz gut, oder?

Viele Gastronomen haben ja befürchtet, dass alle Welt verwöhnt ist und sich Lebensmittel liefern lässt. Nur 13% der befragten Verbraucher haben sich Lebensmittel und Getränke liefern lassen. Zum Glück nur 13%. Warum zum Glück? Wir glauben, dass der Verbraucher dadurch den Wert zu schätzen weiß, den wir Restaurantbetreiber uns mit dem Einkauf machen. Und der Gast ist es immer noch gewohnt, dass er zum essen, sein Haus verlassen kann bzw. sollte.

Während im Vorjahr noch 44% angaben, bei ihrer Ernährung auf Kalorien zu achten, so sind es heute nur noch 35%. Bedeutet für uns Gastronomen dann auch, dass wir bei der Auswahl unseres Angebotes noch kreativer werden können. Wobei, gesundes Essen ist auch ein sehr wichtiges Thema geworden.

Da wir Gastro Piraten  davon ausgehen, dass Ihr Alle kochen könnt, freut es uns natürlich, dass der Geschmack immer wichtiger wird.

Doch welche food-trends lassen sich noch ablesen?

Da 51% angegeben haben, dass ihnen beim Essen eine schnelle und einfache Zubereitung wichtig ist, wissen wir, dass unsere tägliche Arbeit in den Restaurants geschätzt wird. Ziemlich genial, finden wir.

Der Knaller ist jedoch, dass 99% den Geschmack in den Vordergrund rücken. Das sollte für uns ja nun wirklich ein Leichtes sein.

91% sagten, dass sie stark auf eine gesunde Ernährung achten. Mal Hand aufs Herz – das sollten wir 2021 in unseren Konzepten locker umsetzen können.

Welche Zutaten werden denn nun täglich oder mehrmals täglich gegessen? Und was kann ich davon 2021 in meine Restaurants übernehmen? Welche food-trends sind für mich umsetzbar?

Spannenderweise sagen 76% der Befragten, dass Gemüse und Obst dazugehören. Zeit für uns, auch mal den Blick auf eine gesunde, eventuell sogar vegane Ernährung zu richten.

64% sagen, dass sie täglich, oder auch mehrfach am Tag Milchprodukte verzehren. Dem hingegen greifen nur noch 27% zu Süßem oder Knabbereien. Stellt sich uns die Frage, ob das das Comeback des Käsewagens bedeuten wird. Einen Gedanken ist es durchaus wert.

Was mich überrascht hat, ist die Tatsache, dass nur noch 26% zu Fleisch und Wurst greifen. Wie dem auch sei, prüft doch einfach mal, ob Ihr Eure Karte mit vegetarischen oder veganen Alternativen aufwerten könnt.

Ergeben nachhaltigere Gesundheitskonzepte einen Sinn? Sind das bloß irgendwelche food-trends?

Also grundsätzlich sagen alle Gastroexperten „ja“.

Bedenkt dabei jedoch bitte, dass es zusätzlich folgende Punkte in Eurem Konzept zu beachten sind:

  • 71% probierten vegane Alternativen aus Neugier,
  • 59% wegen dem Tierwohl,
  • 54% wegen der Klima- und Umweltfreundlichkeit,
  • 56% wegen dem Geschmack und
  • 47% wegen der Gesundheit.

Ein kleiner Tipp:

Wenn Ihr vegetarische Alternativen auf die Karte setzen wollt, dann setzt gleich auf vegan! Nachhaltige Konzepte gewinnen.

Warum? Ganz einfach. Vegetarier essen auch vegane Kost. Veganer hingegen sind einer vegetarischen Ernährungsform gegenüber abgeneigt.

Auf Welche food-trends sollten wir in unseren Restaurants bezüglich der Lebensmittel in 2021 achten?

Die Tatsache, dass 96% auf den Geschmack achten, haben wir ja schon oft genug erwähnt. Spannend sind allerdings die Punkte, auf die die Verbraucher achten.

  • 82% bevorzugen eine regionale Herkunft,
  • 78% achten auf saisonale Herkunft,
  • 61% lassen sich vom Sortiment inspirieren,
  • 54% beachten die Produktinformationen,
  • 48% achten auf den Preis.

Im Klartext heißt das für uns, dass nachhaltige, regionale Konzepte mit einer saisonalen Speisekarte weiterhin im Kommen sind.

Was spricht also dagegen, dies transparent an die Gäste unseres Restaurants zu kommunizieren. Es ist auch nicht verkehrt, sofern es zum Konzept passt, im Eingangsbereich mit Bildern von Erzeugern und deren Betrieben zu werben. Unsere Gäste wollen immer mehr wissen, woher Ihr Essen kommt.

Allein die Tatsache, dass sich Verbraucher vom Sortiment inspirieren lassen, bedeutet, dass eine verkaufsstarke Speisekarte ein Umsatzbringer werden kann. Analysiert doch mal Eure Speisekarte nach den Positionen, die den besten Deckungsbeitrag haben und setzt die in den Fokus. Wenn Ihr dazu mehr erfahren wollt, lest hier noch einmal nach.

 Wenn wir schon beim Thema Gastronomiekonzept sind, sollten wir auch daran denken, welchen Sinn Siegel für uns ergeben.

Immerhin achten 68% der Befragten darauf, wie regional die Mahlzeiten sind. 64% achten auf ein Biosiegel, 57% achten auf Nachhaltigkeit und und fairen Handel beim Kauf Ihrer Lebensmittel. Auch das Thema Tierwohl (immerhin 55%) erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Ganz wichtig, liebe Gastronomen, ist die regionale und frische Herkunft bei den Eiern (86%), dicht gefolgt beim frischen Obst und Gemüse mit 86%. Ein weiterer spannender food-trend geht zu regional erzeugtem Brot, mit 83%. Warum also nicht mit ortsansässigen Bäckern kooperieren? Auch hier habt Ihr wieder ein wunderbares Argument für Euer Regionalmarketing in der Hand.

Wenn Ihr mehr über die Möglichkeiten erfahren wollt, wie Ihr in Euren Restaurants in 2021 wirtschaftlich nachhaltige Konzepte fahren könnt, ruft uns gerne an.

Gastroberatung, was macht ein Gastroberater

Wann wird es wie früher?

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Wann wird es wie früher? Diese Frage stellen sich derzeit viele Gastronomen. Wir hoffen: „Nie“!

Die Gastro-Piraten verraten Dir in diesem Artikel, warum wie glauben, des es nie so wie früher sein sollte.

Bereits vor dem Lock-Down hatte die Branche mit vielen Problemen zu kämpfen.

Viele Chefs, Gastronomen und Hoteliers saßen zu Hause und hatten viel Zeit. Zeit um über vergangenes nach zu denken, Zeit Fehler zu beheben. Zeit um das Geschäft auf sichere Beine zu stellen.

Doch haben sie die Zeit genutzt?

Einige sicherlich, die meisten eher nicht. Wir haben drei Probleme der Gastronomie und Hotellerie herausgesucht, die schon lange ein Problem in der Branche waren und bestimmt auch bleiben werden.

Gegeneinander statt miteinander

Viele Gastronomen (Du natürlich ausgenommen) sahen andere Gastronomiebetreiber immer als Feind. Spätestens in Zeiten der Krise wäre es Zeit gewesen, diesen Standpunkt zu überdenken. Wie kann es denn bitte sein, dass man sich bei Facebook und Co hinstelllt und einen Zusammenhalt und gemeinsame Aktionen fordert und, wenn es diese dann gibt, nicht mal in der Lage ist einen leeren Stuhl abzugeben?

Oh, den Gastronmen ist der Stuhl zu schwer? Na gut, dachten sich die Initiatoren der Demonstration und schwenkten auf Löffel um. Diese sind ja bekanntlich leichter. Doch weit gefehlt: auch hier haben sich viel zu wenige beteiligt. Am wenigsten die, die vorher nach gemeinsamen Aktionen geschrien haben.

Schade, finden die Gastro-Piraten.

Den großen Tarifpartnern wird vorgeworfen, sich nicht ausreichend zu engagieren. Freunde, Dehoga https://www.dehoga-bundesverband.de/ und NGG https://www.ngg.net/ können nur durch das Engagement von uns aktiv werden. Beide Seiten haben versucht, Ihren Einfluss geltend zu machen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Zugegeben. Aber sie haben gekämpft. Ein Herabsetzen der Umsatzsteuer auf 7% (wenn auch nur zeitlich begenzt) ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Liebe Gastronomen und Hoteliers. Wir glauben ganz fest, dass die Zeiten des Einzelkämpfertums vorbei sind.

Es ist an der Zeit gemeinsam für eine gesamte Branche zu kämpfen.

Es ist an der Zeit, die Marktbegleiter nicht mehr als Feind zu betrachten.

Personalmangel und Mitarbeiterführung

Auch den hatten wir schon lange und er ist uns nicht neu. Doch was ist -bei den meisten- passiert?

Unsere Mitarbeiter wurden auf Kurzarbeit gesetzt. Soweit unspektakulär. Doch was ist dann passiert? Meistens nichts.

Wenn sich bei den Mitarbeitern gemeldt wurde, dann maximal zum Putzen. Jetzt werden sie angerufen um den Betieb hoch zu fahren. Und dazwischen? Nichts!

Freunde, Respekt und Wertschätzung funktionieren aus unserer Sicht anders.

Hast du Dich zwischendurch bei Deinen Mitarbeitern gemeldet? Hast Du mal gefragt, wie es ihnen grade geht? Gab es von Dir einen Ostergruß?

Ja? Dann hast Du alles richtig gemacht.

Nein? Dann gehe doch mal bitte in Dich und stelle Dir die Frage, warum Dich Deine Mitarbeiter als Mensch schätzen sollten.

Grade bei der Generation X und Y ist ein regelmäßiges Gehalt nicht mehr der größte Ansporn. Wir reden hier von der Dritten oder Vierten Generation von Erben. Dort sind Werte wie Respekt, Wertschätzung, sich einbringen können und ernstgenommen werden viel wichtiger.

Hast Du mit Deinen Mitarbeitern darüber geredet, wie sie die aktuellen Regelungen umsetzen würden? Habt Ihr gemeinsam überlegt, wie Ihr die Mindestabstände so einhalten könnt, dass es trotzdem für den Gast ansprechend ist? Oft haben die Menschen im Tagesgeschäft die besten Ideen.

Es geht heute darum Werte zu leben. Eure Mitarbeiter sind Markenbotschafter für Deinen Betrieb.

Oft sind wir als Gastro Piraten in Hotels, HR Abteilungen und im Backoffice unterwegs. Da hängen sie, die bunten Bilder mit tollen Kalendersprüchen.

Wenn das, was dort drauf steht nicht gelebt wird, dann tut Euch selbst einen Gefallen und reißt sie von der Wand und verbrennt sie. Eure Mitarbeiter fühlen sch davon im besten Fall ver**scht.

Kalkulation

Es ist klar, ohne Einnahmen ist es schwer zu überleben. Doch wie wurden bei vielen Gastronomen Rücklagen aufgebaut?

Häufig gar nicht.

Das erleben wir in unserer täglichen Beratungspraxis regelmäßig. Doch woran liegt das?

Meistens daran, dass nicht vernünftig kalkuliert wurde. Auch jetzt, wo einige Betriebe wieder hochfahren, sehen wir Angebote für Schitzel zum Preis von 6,50€. Eine Gastronomin wollte, in Zeiten mit weniger Sitzplätzen, ein Drei-Gang Menü für 20,– € anbieten.

Da stelle ich mir die Frage, ob die Mitarbeiter überhaupt bezahlt werden, oder ob die Zutaten geklaut sind.

Kennt Eure Zahlen und kalkuliert richtig! Auch wenn Euch ggf. das Thema nicht liegt. Wenn Ihr unsicher seit klickt diesen Link und ladet unseren kostenlosen Kalkulationkurs herrunter https://www.gastro-piraten.de/kalkulation/

Ihr habt die Verantwortung für Euch, Eure Familie und Euer Personal.

Und, auch auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen: Wenn Euer Unternehmen keine vier Wochen ohne Einnahmen leben kann, dann sind Fehler in der Betriebswirtschaft gemacht worden.

Klingt hart? Tut mir leid. Ist aber leider so.

Ein Wort der Hoffnung

Eines sollte Dir bewußt sein:

Es wird immer Hotels und Restaurants geben. Unsere Branche wird nicht sterben.

Einzelne Betriebe sicherlich. Es gab auch große Unternehmen, die schon vorher insolvent waren und die Krise genutzt haben, um einen Schuldigen zu finden.

Ich vergleich die Situation gerne mit einem Rebstock im Weinberg.

Der Rebstock wird zurück geschnitten, damit er im nächsten Jahr besser trägt. Ich hoffe in unserer wunderbaren Branche wird es ähnlich sein.

Appell an alle

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Mit dieser Folge wird ein Appell ausgesprochen, der Fragen aufwirft. In dieser Zeit, in der viele Gastronomen, egal ob Unternehmer oder Mitarbeiter, leiden, nicht wissen, was sie tun sollen und alleine gelassen werden. Widersprüche, die wir uns nicht erklären können. Eigenverantwortungen, die wir nicht verantworten können. Wir brauchen Hilfe, nicht nur finanziell, sondern auch bei der Thematik:“Was sollen wir tun!“.
Dieser Appell richtet sich nicht nur an Gastronomen und Mitarbeiter. Er richtet sich vor allem an die Behörden, DEHOGA, Bundesagentur für Arbeit und die gesamte Politik.

Bei Fragen helfen Dir die GASTRO Piraten weiter. Selbst wenn Fragen nicht sofort beantwortet werden, dann vermitteln sie weiter, sodass Du bestmöglich nicht im Regen stehen bleibst.

Nachhaltigkeit in der Gastronomie

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Thema Nachhaltigkeit auf dem Sommerdach der Metro in Berlin. Rene Kaplick moderiert den gesamten Diskurs. Aufgrund der Länge haben wir den Podcast in 3 Teile geteilt.

Im ersten Teil reden wir über die Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Gastronomie.

Im zweiten Teil geht es um die Möglichkeiten den Plastikeinsatz zu reduzieren.

Im dritten Teil geht es darum, wir wir Lebensmittelverschwendung reduzieren können.

Mit dabei sind: André Richter (TooGoodToGo), Dr. Anke Niederhaus (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft), Anne Hildebrand (METRO AG), David Johannes Suchy (Zero Waste Restaurant FREA), Marco Müller (RUTZ Restaurant & Weinbar), Roland Brenneis (Tiroler Bauernstuben), Sebastian Müller (HALM) und Tim Kruppe (Hospitality Digital GmbH). Es geht um die Themen: Müll- und Plastikreduzierung, die politische und gesellschaftliche Aufgabe dahinter und die Wünsche an und von der Gastronomie um nachhaltiger zu werden.

Lohnbuchhaltung für Hotel und Gastronomie

Wie wird man als Systemgastronom erfolgreich?

Bernd Riegger ist Geschäftsführer der in Deutschland mit am erfolgreichsten Freizeitgastronomie ALEX. 44 Gaststätten und ein neues Konzept namens Miller & Carter Steakhouse führt er dieses Jahr in Deutschland. Ein Grund mehr ihn zu fragen, wie man in der Systemgastronomie erfolgreich wird.

Service für Hotellerie und Gastronomie

Quereinsteiger in der Gastronomie?!?

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Überall gründen Quereinsteiger gastronomische Betriebe. Doch ergibt das Sinn? Bettina Sturm hilft Quereinsteigern und berichtet über Ihre Arbeit in unserem Podcast.

Wie man als Hotelier den Trend zu immer mehr Online-Buchungen in Belegung und Umsatz verwandeln kann!

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Die Situation bzw. der Trend ist seit Jahren so: Der Anteil digital gebuchter Reisen steigt stetig weiter, auch bei kurzen oder längeren Urlauben.

Dazu einige aktuelle Fakten zum Thema online-Buchungen vom deutschen Reisemarkt:

  • Bei Reisen mit einer Dauer von mehr als 5 Tagen betrug der Anteil online oder via E-Mail vorgenommenen Reservierungen im Jahr 2018 bereits 42 %.
  • Im persönlichen Gespräch kamen noch 40% zu Stande.
  • Bei Kurzreisen mit einer Dauer von zwei bis vier Tage stieg der Anteil digitaler Buchungen auf 80 %.
  • Insgesamt, also inklusive der aus Freizeitmotiven erfolgten Reservierungen für nur eine Nacht, wurden im vergangenen Jahr 65% online oder per E-Mail gebucht.
  • die Zahl der Pauschalreisen ist gegenüber Einzelbuchungen leicht rückläufig.*

Soweit die aktuellen statistischen Fakten.

Was können oder besser sollten wir als Hotelier tun, um bei diesen Trends im Wettbewerb die „Nase vorn“ zu haben? Um Auslastung, Umsatz und Gewinn zu steigern?

Und das unabhängig von Größe oder Standort des Betriebes.

5 erste Tipps dazu:

  1. Zunächst:  online buchbar sein! Über Portale und (besser) über die eigene Webseite!
  2. Unseren Betrieb in Portalen und Ihrer Webseite attraktiv darstellen und dem Suchenden gute Argumente geben, genau zu uns zu kommen!
  3. Neben der Option zur Einzelbuchung auch Pauschalarrangements anbieten!
  4. Jeden anwesenden Gast aktiv motivieren, seinen nächsten Aufenthalt direkt zu buchen oder anderen eine Buchung bei uns zu empfehlen!
  5. Zu früheren Gästen im Kontakt bleiben und immer mal wieder aktiv in Erinnerung rufen!

Okay, das ist jetzt noch recht allgemein und die Frage ist immer – WIE?

Konkrete Antworten dazu geben wir in unseren Blogs in loser Folge!

Wer nicht auf die nächsten Artikel warten möchte, kann uns gerne kontaktieren.

* Fakten-Quelle: auf dem „VIR Online Summit 2019“ der ITP 2019 vorgestellte „Reiseanalyse 2019 der FUR“, veröffentlicht im Branchenbericht „VIR Daten & Fakten 2019 zum Online-Reisemarkt“ des Verband Internet Reisevertrieb e.V.

Autor: Gerd Lasinski

Digitalisierung für Gastronomie und Hotellerie

Standortanalyse Gastronomie

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Standortanalyse für Gastronomiebetrieb und Gastronomiekonzepte

 

Eine genaue Standortanalyse ist Voraussetzung für die erfolgreichen Aufbau eines Gastronomiebetriebes, sowie für ein gelungenes Gastronomiekonzept.

Die soziale und wirtschaftliche Struktur des zukünftigen  Gastronomiestandortes wird von den Gastro Piraten analysiert und im Anschluss wird der Gastronomiestandort bewertet, um eine erfolgreiche Eröffnung des Gastronomiebetriebes zu ermöglichen.

Wir analysieren das Wohnviertel und verschaffen uns eine Übersicht über die sozialen Verhältnisse der Anwohner , sowie der dort ansässigen Gastronomie und anderer Firmen, ob Handwerksbetriebe oder mehr Büros, Arztpraxen , größere Firmen etc.

Diese Analysen sind elementar für eine Betriebsgründung bzw. für eine Gastronomieeröffnung. Eine nur oberflächliche Einschätzung kann zum  Scheitern des Gastronomie Projektes führen. Dies kann sofort erfolgen, aber was viel komplizierter und kostspieliger ist,ein nach der Eröffnung langsamer und unerwarteter Rückgang der Gastronomieumsätze .

Befinde ich mich zum Beispiel in einer einfachen Wohnlage, wo Arbeiter, kleinere Angestellte und Rentner wohnen, kann man natürlich keine gehobene Speise- oder Bargastronomie eröffnen, d.h.aber nicht ,das ich bei einem geeigneten Objekt eine Clubgastronomie oder Discoeinrichtung eröffnen könnte.

Die Ergebnisse der Standortanalyse sind dann Basis für den aus unserer Sicht möglichen Charakter des zu gründenden Gastronomiebetriebes.

Die entsprechenden Qualitäts- und Quantitätsstufen des Gastronomiebetriebes werden dabei berücksichtigt. Des weiteren bieten wir in Folge der gesammelten Erkenntnisse eine Gastronomieberatung hinsichtlich der Raumausstattung , Gestaltung der Getränke- und Speisekarte und der Umsetzung von Gastronomie Marketing technische Maßnahmen an.

Gerne werden wir Ihnen auf Anfrage ein Angebot unterbreiten.