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Upselling Gastronomie: Wie eine Serviceschulung deinen Jahresgewinn um Tausende Euro steigert
Stell dir vor, du hast 80 Gäste am Abend. Jeder davon hätte bereitwillig 3 Euro mehr ausgegeben – für ein Dessert, einen Digestif, eine zweite Flasche Wasser oder einen Espresso nach dem Essen. Aber niemand hat gefragt. Upselling Gastronomie kann dabei helfen, diesen zusätzlichen Umsatz zu erzielen. Die Servicekraft war nett, das Essen war gut und der Gast ist zufrieden gegangen. Und du hast 240 Euro Tagesumsatz liegen gelassen.
Bei 200 Abendservices im Jahr macht das 48.000 Euro. Nicht durch mehr Gäste, nicht durch höhere Preise, nicht durch Mehrkosten. Sondern durch eine einzige Frage, die niemand gestellt hat.
Upselling Gastronomie ist der Begriff dafür. Und Mitarbeiterschulung ist das Werkzeug, das den Unterschied macht. Weil geschultes Personal diese Frage stellt – charmant, natürlich und ohne aufdringlich zu wirken. Deshalb ist dieser Artikel kein Motivationstext. Sondern eine echte Anleitung, wie du dein Team selbst trainierst, was das kostet und was es dir bringt.
Was ist Upselling in der Gastronomie – und was ist es nicht?
| Upselling Gastronomie: Die kurze Definition Upselling bedeutet, dem Gast eine bessere oder höherwertige Variante seines bestellten Produkts anzubieten – zum Beispiel einen Flaschenwein statt Wein vom Glas, oder ein Premium-Steak statt des Standardgerichts. Cross-Selling ergänzt eine Bestellung um passende Zusatzprodukte – Vorspeise, Dessert, Digestif, Wasser, zweite Flasche. Beide Techniken zusammen werden häufig als aktiver Zusatzverkauf bezeichnet. Entscheidend dabei: Es geht nicht darum, den Gast zu etwas zu überreden. Sondern darum, ihm echte Empfehlungen zu geben, die sein Erlebnis verbessern. (Quelle: gastromatic.com, DISH.co, Gastro Piraten Beratungspraxis) |
Das ist der erste und wichtigste Punkt, den du deinem Team vermitteln musst: Upselling ist kein Verkaufstrick, sondern gute Gastfreundschaft. Wer einem Gast sagt „Dazu passt hervorragend ein Grauburgunder – darf ich einen empfehlen?“, macht seinen Job. Wer einfach aufnimmt und geht, auch. Aber der erste schafft ein besseres Erlebnis, mehr Trinkgeld und mehr Umsatz.
Der Unterschied zwischen Upselling und Aufdringlichkeit
Viele Servicekräfte haben Hemmungen, weil sie befürchten, aufdringlich zu wirken. Dabei ist der Unterschied einfach: Aufdringlich ist, wer seinen Gast nicht beobachtet. Wer dem Gast, der bereits das Portemonnaie auf dem Tisch hat, noch die Dessertkarte unter die Nase hält. Wer zum dritten Mal nachfragt, obwohl der Gast zweimal Nein gesagt hat.
Charmantes Upselling hingegen liest die Situation. Es kommt zum richtigen Zeitpunkt, mit der richtigen Formulierung und hört auf, wenn der Gast kein Interesse zeigt. Das ist erlernbar. Nicht in einer Stunde – aber in einem gut strukturierten Training.
Was bringt Upselling in der Gastronomie konkret – mit echten Zahlen?
| Was 3 Euro mehr pro Gast wirklich bedeuten Bei 80 Gästen pro Abend und 200 Serviceabenden im Jahr macht ein zusätzlicher Bonbetrag von 3 Euro pro Gast genau 48.000 Euro Jahresumsatz. Bei einem Deckungsbeitrag von 70 Prozent auf die typischen Zusatzprodukte (Getränke, Desserts, Digestifs) sind das 33.600 Euro zusätzlicher Jahresdeckungsbeitrag – ohne einen einzigen neuen Gast, ohne Preiserhöhung, ohne Mehrkosten. Spezialisierte Upselling-Schulungen erzielen in der Praxis Bon-Steigerungen von 15 bis 50 Prozent. (Quelle: rainer-lagemann.com, agentur-gastronomie.de, Gastro Piraten Beratungspraxis) |
| Bon-Steigerung pro Gast | Gäste pro Abend | Abende/Jahr | Mehr Umsatz/Jahr | Mehr Deckungsbeitrag (70 %) |
| 2,00 Euro mehr | 80 | 200 | 32.000 Euro | 22.400 Euro |
| 3,00 Euro mehr | 80 | 200 | 48.000 Euro | 33.600 Euro |
| 5,00 Euro mehr | 80 | 200 | 80.000 Euro | 56.000 Euro |
| 8,00 Euro mehr | 80 | 200 | 128.000 Euro | 89.600 Euro |
| 3,00 Euro mehr | 50 (kleiner Betrieb) | 200 | 30.000 Euro | 21.000 Euro |
Deckungsbeitrag mit 70 Prozent auf typische Zusatzprodukte (Getränke, Desserts) gerechnet. Wareneinsatz variiert je nach Produkt. Eigene Zahlen einsetzen. Quelle: Gastro Piraten Beratungspraxis.
Zum Vergleich: Eine Preiserhöhung von 2 Euro auf alle Gerichte trifft jeden Gast und riskiert Widerstand. Eine Bon-Steigerung von 2 Euro durch aktive Empfehlungen trifft nur jene Gäste, die etwas zusätzlich möchten – und die zahlen es gerne, weil es ihr Erlebnis verbessert hat. Deshalb ist Upselling-Schulung die schonendste und gleichzeitig wirkungsvollste Umsatzstrategie in der Gastronomie.
Wie schult du dein Team selbst? Die 5-Stufen-Methode für Gastronomen
| Selbst schulen: Was du dafür brauchst Eine Upselling-Schulung im eigenen Betrieb braucht keine teure Ausrüstung und keinen Außentrainer. Sie braucht eine klare Struktur, Produktwissen, konkrete Formulierungen und regelmäßige Wiederholung. Das ist der entscheidende Punkt: Einmalige Schulungen verpuffen. Wer monatliche 15-Minuten-Trainings im Team macht, baut nachhaltige Gewohnheiten auf. (Quelle: gastromatic.com, lusini.com, Gastro Piraten Beratungspraxis) |
Stufe 1: Produktwissen aufbauen – die Grundlage von allem
Keine Servicekraft kann etwas empfehlen, das sie nicht kennt. Deshalb ist Produktverkostung die wichtigste und billigste Schulungsmaßnahme, die du machen kannst. Lass dein Team alles probieren, was auf der Karte steht – Weine, Desserts, Spezialitäten. Dabei nicht nur schmecken, sondern fragen: Was fühlt sich anders an? Was würde ich selbst bestellen? Welches Gericht passt zu welchem Wein?
Weil wer etwas kennt, empfiehlt es mit echter Überzeugung. Und weil ein Gast einer echten Empfehlung zehnmal mehr vertraut als einem auswendig gelernten Satz.
Stufe 2: Die 5 Momente, in denen Upselling funktioniert
Upselling hat konkrete Zeitfenster im Serviceablauf. Wer diese Momente kennt, kann sie nutzen. Wer sie nicht kennt, lässt sie verstreichen.
| Moment | Was du sagst | Produkt | Typischer Mehrgewinn |
| Begrüßung am Tisch | Darf ich Ihnen zum Einstieg ein Glas Prosecco oder unser Tagesaperitif empfehlen? | Aperitif / Prosecco | 3,50 bis 6,00 Euro pro Person |
| Aufnahme der Getränkebestellung | Zum Essen empfehle ich dazu unseren offenen Grauburgunder – der passt hervorragend. | Wein / Flasche statt Glas | 4,00 bis 12,00 Euro extra |
| Nach dem Hauptgang | Darf ich Ihnen noch unsere Desserts vorstellen? Heute empfehle ich besonders… | Dessert / Käse | 4,50 bis 8,00 Euro pro Person |
| Beim Dessert | Zum Abschluss noch einen Espresso oder einen kleinen Digestif? | Espresso / Grappa | 2,50 bis 5,00 Euro pro Person |
| Zweite Getränkerunde | Noch eine Runde? Ich bringe das sofort. | Bier / Wein / Limo | 3,00 bis 6,00 Euro pro Tisch |
Das sind fünf Chancen pro Tisch und Abend. Wenn jede Servicekraft nur zwei davon pro Tisch nutzt und dabei bei einem Drittel der Gäste Erfolg hat, ist das bei 15 Tischen pro Abend bereits ein erheblicher Mehrumsatz. Deshalb ist es so wichtig, diese Momente im Training konkret zu benennen.
Stufe 3: Offene Fragen statt Ja-Nein-Fragen
Das ist der häufigste und teuerste Fehler: Die Servicekraft fragt „Möchten Sie noch ein Dessert?“ – und der Gast sagt nein. Weil Nein die einfachste Antwort auf eine geschlossene Frage ist.
Die Lösung ist simpel. Statt „Möchten Sie noch etwas?“ besser: „Darf ich Ihnen unsere Desserts vorstellen – heute haben wir besonders…“. Statt „Noch ein Bier?“ besser: „Noch eine Runde? Ich bringe das gerne.“. Weil die Frage nicht mehr mit einem einsilbigen Nein abgetan werden kann, sondern eine echte Entscheidung erfordert. Und wer sich entscheiden muss, entscheidet häufiger mit Ja.
| Geschlossene Frage (schlecht) | Offene/aktive Formulierung (besser) | Unterschied |
| Möchten Sie noch ein Dessert? | Darf ich Ihnen unsere Desserts kurz vorstellen? | Öffnet Gespräch statt es zu schließen |
| Noch ein Bier? | Noch eine Runde? Ich bringe das sofort. | Macht JA zur einfachsten Antwort |
| Wollen Sie Wasser? | Ich bringe Ihnen stilles oder Sprudelwasser? | Wahl statt Ablehnung |
| Nehmen Sie noch einen Kaffee? | Zum Abschluss einen Espresso oder einen kleinen Digestif? | Konkrete Auswahl signalisiert Kompetenz |
| Soll ich die Weinkarte bringen? | Ich empfehle dazu unseren Grauburgunder – darf ich einschenken? | Persönliche Empfehlung schafft Vertrauen |
Stufe 4: Körpersprache und Timing trainieren
Was gesagt wird, ist nur die Hälfte. Wie und wann es gesagt wird, entscheidet über Erfolg oder Ablehnung. Weil ein Kellner, der hastig fragt während er schon geht, keine Empfehlung ausspricht, sondern eine Pflicht erfüllt. Ein Kellner hingegen, der kurz stoppt, den Gast anschaut und mit echter Überzeugung spricht, schafft Vertrauen.
Deshalb gehört ins Training auch das: Rollenspielen. Nicht als Theaterstück, sondern als 5-Minuten-Übung im Team-Meeting. Einer spielt Gast, einer Servicekraft – und alle beobachten. Was hat gut gewirkt? Was wirkte aufgesetzt? Das dauert keine Stunde und bringt mehr als jeder Theorie-Vortrag.
Stufe 5: Motivationssystem aufbauen – Gamification
Schulung ohne Motivation verpufft nach zwei Wochen. Deshalb braucht das Upselling-Training einen dauerhaften Anreiz. Dabei muss das kein großes Bonussystem sein – manchmal reicht schon die Sichtbarkeit.
| Gamification: So machst du Upselling zum Spiel Führe eine einfache Strichliste ein: Jede Servicekraft trägt ein, wie viele Zusatzverkäufe sie pro Schicht gemacht hat – Aperitifs, Desserts, zweite Wein-Flaschen, Digestifs. Wer am Monatsende die meisten hat, bekommt eine kleine Belohnung (Freies Essen, Freigetränk, ein Tag frei). Alternativ: Teile den Mehrumsatz durch Zusatzverkäufe zu einem Anteil in die Trinkgeld-Gemeinschaftskasse ein. Weil wer direkt davon profitiert, ist intrinsisch motiviert. Die Erfahrung zeigt: Sobald das Team sieht, dass Upselling ihr eigenes Trinkgeld steigert, braucht es keine Überzeugungsarbeit mehr. (Quelle: lusini.com, gastromatic.com, Gastro Piraten Beratungspraxis) |
Wie du die Schulung strukturiert in den Betriebsalltag integrierst
Das größte Hindernis bei Mitarbeiterschulungen in der Gastronomie ist nicht fehlendes Wissen, sondern fehlende Zeit. Weil morgens geliefert wird, mittags Gäste kommen und abends Stress herrscht, bleibt für Schulungen scheinbar kein Platz.
Deshalb muss Schulung in kleinen Einheiten stattfinden. Nicht als Seminar-Tag, sondern als Teil des Betriebsalltags.
| Format | Dauer | Frequenz | Inhalt | Aufwand |
| Tages-Briefing Upselling | 5 Minuten | Täglich vor Service | Ein Produkt des Tages aktiv empfehlen – wer und wie? | Sehr gering |
| Monatliches Produkttraining | 30 Minuten | 1x pro Monat | Neue Gerichte verkosten, Empfehlungen besprechen | Gering |
| Rollenspiel-Runde | 15 Minuten | 2x pro Monat | Formulierungen üben, Situationen durchspielen | Gering |
| Umsatz-Feedback-Runde | 10 Minuten | 1x pro Woche | Strichliste auswerten, Erfolgserlebnisse teilen | Sehr gering |
| Schulungstag intern | 3 bis 4 Stunden | 1 bis 2x pro Jahr | Vollständiger Aufbau aller 5 Stufen | Mittel |
Weil regelmäßige kleine Einheiten mehr bewirken als ein einmaliger langer Tag, ist die Kombination aus täglich 5 Minuten und monatlich 30 Minuten der wirkungsvollste Ansatz. Dabei ist entscheidend: Der Chef macht mit. Wer selbst demonstriert, wie eine Empfehlung klingt, gibt dem Team ein echtes Vorbild. Wer nur erklärt, hat nach zwei Wochen wieder denselben Ausgangszustand.
Praxisbeispiele: Was passiert, wenn Serviceschulung wirklich umgesetzt wird
| Fallbeispiel 1: Stadtrestaurant, Hamburg – Bon-Steigerung durch Aperitif-Fokus Ein Stadtrestaurant mit 65 Sitzplätzen und zwei Schichten hatte über Jahre hinweg einen durchschnittlichen Abend-Bon von 28,40 Euro pro Person. Das Serviceteam war freundlich und kompetent, aber niemand hatte je gezielt trainiert, wann und wie aktive Empfehlungen ausgesprochen werden. In drei kurzen Teamtrainings à 30 Minuten wurde ein einziger Fokus gesetzt: der Aperitif zu Beginn. Jede Servicekraft sollte jeden Tisch beim Setzen aktiv ansprechen mit einem konkreten Vorschlag. Dazu wurden zwei Signature-Aperitifs entwickelt: ein Haus-Spritz für 7 Euro und ein alkoholfreier Tonic-Aperitif für 5 Euro. Beide wurden verköstigt, beschrieben und mit einem kurzen Satz empfehlenswert gemacht. Das Ergebnis nach sechs Wochen: Der Aperitif-Anteil stieg von 12 auf 34 Prozent aller Gäste. Der durchschnittliche Abend-Bon stieg von 28,40 auf 31,80 Euro. Auf 200 Abende und 65 Gäste gerechnet: 44.200 Euro zusätzlicher Jahresumsatz – allein durch den Aperitif. Das Serviceteam berichtete außerdem von spürbar mehr Trinkgeld, weil die Gäste den aufmerksamen Empfang besonders schätzten. Name und Ort wurden aus Datenschutzgründen anonymisiert. Der geschilderte Fall basiert auf einer echten Beratungssituation der Gastro Piraten. |
| Fallbeispiel 2: Landgasthof, Schwarzwald – Dessert-Quote verdoppelt Ein Landgasthof mit traditioneller Küche und 80 Innenplätzen hatte eine Dessert-Quote von 11 Prozent aller Gäste. Das Team hatte Angst, nach dem Hauptgang noch einmal zu fragen, weil die Gäste häufig sagten „Danke, wir sind satt“. Im Training wurde eine einzige Änderung eingeübt: Statt der Dessertkarte wurde eine mündliche Empfehlung mit persönlichem Bezug eingeführt. „Unsere Hausgemachte Schwarzwälderkirsch-Terrine ist heute besonders frisch – ich kann sie Ihnen wirklich empfehlen.“ Dazu wurde der Zeitpunkt verändert: nicht nach dem letzten Bissen, sondern bereits beim Abräumen des Hauptgangs ansprechen, weil der Gast dann noch nicht abgeschaltet hat. Die Dessert-Quote stieg innerhalb von vier Wochen von 11 auf 23 Prozent. Bei einem Dessert-Preis von durchschnittlich 7,20 Euro netto und 800 Abendgästen pro Monat: 691 Euro Mehrumsatz monatlich. Hochgerechnet auf ein Jahr: über 8.000 Euro – allein durch eine andere Formulierung und einen anderen Zeitpunkt. Name und Ort wurden aus Datenschutzgründen anonymisiert. Der geschilderte Fall basiert auf einer echten Beratungssituation der Gastro Piraten. |
Wenn du die Schulung nicht selbst machen kannst oder willst: Gastro Piraten
Selbst schulen ist der beste erste Schritt. Weil du dein Team kennst, dein Konzept kennst und die Schulung in deinen Betriebsablauf einbauen kannst. Allerdings gibt es Situationen, in denen externe Unterstützung mehr bringt.
Dann, wenn das Team seit Jahren dieselben Gewohnheiten hat und ein Impuls von außen nötig ist, um sie aufzubrechen. Dann, wenn du als Inhaber selbst zu nah am Betrieb bist und die Autorität eines Außentrainers eine andere Wirkung erzeugt. Und dann, wenn du in kurzer Zeit messbare Ergebnisse brauchst, weil das Jahr bereits läuft und der Gewinn stimmen muss.
| Ich schule selbst – wenn… | Gastro Piraten schulen – wenn… |
| Das Team ist jung und formbar | Das Team hat eingeschliffene Gewohnheiten seit Jahren |
| Ich selbst eine starke Serviceerfahrung habe | Ich als Inhaber zu weit vom Servicealltag entfernt bin |
| Ich Zeit für regelmäßige Trainings einplanen kann | Ich in kurzer Zeit messbare Ergebnisse brauche |
| Das Budget für externe Schulung gerade nicht vorhanden ist | Eine professionelle Außenperspektive den Unterschied macht |
| Ich ein gutes Gespür für Kommunikation und Training habe | Ich ein strukturiertes Konzept mit Erfolgsmessung brauche |
| Was die Gastro Piraten als Trainer mitbringen Wir schulen seit über 23 Jahren Serviceteams in Deutschland, Österreich und der Schweiz – in Restaurants, Hotels, Cafés, Biergärten und Catering-Betrieben. In dieser Zeit haben wir mit mehreren hundert Betrieben gearbeitet und dabei eines immer wieder erlebt: Der Unterschied zwischen einem Team, das Umsatz liegen lässt, und einem Team, das aktiv verkauft, liegt nicht am Können oder am Willen. Er liegt fast immer an fehlendem Training und fehlenden Vorbildern. Wir bringen beides mit. (Quelle: Gastro Piraten Beratungspraxis, gastro-piraten.de) |
Unsere Schulungen sind keine Vorträge. Wir arbeiten direkt mit deinem Team – im echten Servicealltag, mit deiner Speisekarte, deinen Getränken und deinen konkreten Situationen. Das Ergebnis ist kein auswendig gelerntes Skript, sondern echte Überzeugung und neue Gewohnheiten, die bleiben.
Die 5 häufigsten Fehler bei Serviceschulungen in der Gastronomie
Fehler 1: Einmal schulen und dann nichts mehr
Eine Schulung ohne Nachbereitung ist wie ein Sporttag ohne Training danach. Das Team ist kurz motiviert, danach fällt es in alte Muster zurück. Deshalb braucht es Wiederholung – täglich 5 Minuten, wöchentliches Feedback, monatliches Training.
Fehler 2: Nur dem Team sagen, was es tun soll – ohne zu zeigen wie
Weil „Bitte empfehlt mehr!“ keine Schulung ist, sondern eine Bitte. Zeig, wie eine gute Empfehlung klingt. Geh selbst mal durch den Gastraum und mach es vor. Das Team lernt mehr aus einem echten Beispiel als aus zehn Theorie-Sätzen.
Fehler 3: Alle Servicekräfte gleich schulen
Ein erfahrener Kellner braucht andere Impulse als ein Quereinsteiger in seiner dritten Woche. Weil beide denselben Ansatz zu bekommen oft keinem hilft, lohnt es sich, das Schulungsformat anzupassen.
Fehler 4: Upselling ohne Produktwissen versuchen
Wer das Dessert nicht kennt, kann es nicht empfehlen. Deshalb kommt Produktverkostung vor Upselling-Training. Immer.
Fehler 5: Erfolge nicht sichtbar machen
Weil was man nicht misst, sich nicht verbessert. Führe eine einfache Bon-Statistik oder Strichliste ein. Zeig dem Team, was sich verändert hat. Wer seinen eigenen Erfolg sieht, will mehr davon.
Was du jetzt tun solltest
Du brauchst für den ersten Schritt keinen Schulungstag und kein Budget. Du brauchst 30 Minuten mit deinem Team und eine klare Entscheidung: Wir fangen an.
- Morgen früh: Bring dein Team zusammen und lass es zwei Gerichte und zwei Getränke verkosten. Frage: Was würdet ihr selbst empfehlen und warum? Das ist das erste Training.
- Diese Woche: Wähle einen Moment aus den fünf Upselling-Momenten aus – zum Beispiel den Aperitif. Trainiert in dieser Woche nur diesen einen Moment, weil Fokus mehr bringt als alles auf einmal.
- Diesen Monat: Führe eine einfache Strichliste ein. Jeder trägt ein, wie viele Zusatzverkäufe er gemacht hat. Kein Druck, nur Sichtbarkeit.
- Nach vier Wochen: Vergleiche den Bon mit dem Vormonat. Weil die Zahl spricht lauter als jedes Argument.
Und wenn du merkst, dass der Antrieb nachlässt oder das Team nicht in die Gänge kommt: Dann ist das der Moment, an dem wir helfen. Weil wir das in 23 Jahren in mehreren hundert Betrieben gemacht haben. Und weil wir wissen, was funktioniert – und was nicht.
| Was gut geschultes Personal langfristig bedeutet Ein Restaurant mit 70 Gästen pro Abend, 250 Serviceabenden pro Jahr und einem Upselling-Erfolg von durchschnittlich 4 Euro mehr pro Gast macht 70.000 Euro zusätzlichen Jahresumsatz. Bei 70 Prozent Deckungsbeitrag auf Zusatzprodukte: 49.000 Euro Jahresdeckungsbeitrag mehr. Das entspricht dem Gehalt einer Vollzeitstelle – oder dem Gewinn, der viele Betriebe in der aktuellen Kostenlage in der Gewinnzone hält. Das Beste daran: Es entsteht durch eine Verhaltensänderung im Team, die nichts kostet außer Konsequenz. (Quelle: Gastro Piraten Beratungspraxis) |
Häufige Fragen zur Serviceschulung und zum Upselling in der Gastronomie
| Was ist der Unterschied zwischen Upselling und Cross-Selling in der Gastronomie? |
| Upselling bedeutet, dem Gast eine bessere Variante seines bestellten Produkts anzubieten – zum Beispiel einen Flaschenwein statt Wein vom Glas. Cross-Selling bedeutet, eine Bestellung um passende Zusatzprodukte zu ergänzen – zum Beispiel ein Dessert nach dem Hauptgang oder Wasser zum Wein. Beide Techniken sind keine Gegensätze, sondern ergänzen sich. In der Praxis vermischen sie sich, weil ein guter Service beide einsetzt, je nachdem was die Situation erfordert. |
| Wie oft sollte ich mein Servicepersonal zum Thema Upselling schulen? |
| Einmalige Schulungen bringen kurzfristige Impulse, aber keine dauerhaften Veränderungen. Die wirkungsvollste Kombination ist: täglich 5 Minuten im Briefing vor dem Service, wöchentliches Kurz-Feedback und monatlich 30 Minuten strukturiertes Training. Weil Upselling eine Gewohnheit ist und keine Technik, entsteht der echte Effekt erst nach vier bis acht Wochen kontinuierlicher Übung. |
| Wie überzeuge ich mein Servicepersonal, dass Upselling nicht aufdringlich ist? |
| Am besten durch eigenes Vorleben und durch die Trinkgeld-Argumentation. Denn wer aktiv empfiehlt, bekommt mehr Trinkgeld – das ist messbar und motivierend. Zudem hilft es, den Begriff Upselling im Team gar nicht zu verwenden, weil er verkäuferisch klingt. Stattdessen: „Wir empfehlen unseren Gästen, was wir selbst gut finden.“ Das ist Gastfreundschaft, kein Vertrieb. |
| Kann ich auch als kleiner Betrieb mit 3 bis 4 Mitarbeitern Serviceschulungen durchführen? |
| Ja – und kleine Teams haben dabei sogar einen Vorteil: Die Kommunikation ist direkter, das Feedback kommt schneller und Änderungen im Verhalten sind sofort sichtbar. Ein kleines Team braucht keine formelle Schulungsstruktur. Ein wöchentliches 15-Minuten-Gespräch, eine Produktverkostung pro Monat und eine einfache Strichliste für Zusatzverkäufe reichen aus, um echte Veränderungen zu bewirken. |
| Wann lohnt es sich, eine externe Serviceschulung durch die Gastro Piraten zu buchen? |
| Wenn das Team eingeschliffene Gewohnheiten hat, die sich intern nicht aufbrechen lassen. Wenn du als Inhaber zu nah am Betrieb bist und die Autorität eines Außentrainers mehr Wirkung erzeugt. Und wenn du in kurzer Zeit messbare Ergebnisse brauchst, weil das Jahr bereits läuft. Wir schulen seit über 23 Jahren Serviceteams in mehreren hundert Gastronomie- und Hotelleriebetrieben in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Melde dich, wenn du wissen willst, was für deinen Betrieb konkret möglich ist. |



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