Beiträge

In diesem Bild geht es um die Finanzierung der gastronomie. Zu sehen sind auseinander gehende Hände, die auch einen Stapel mit Münzen zeigen. Geldscheine sind als Dach über die Münzen gelegt.

Finanzierung Gastronomie: Ihr Schlüssel zum Erfolg

, , ,

Mitten im kulinarischen Ozean, wo Ideen zu köstlichen Gerichten werden, liegt die Finanzierung Gastronomie – ein Schatzlein voller Wege zum Erfolg. Von der richtigen Ausstattung über kreative Marketingstrategien bis hin zu fundierten Businessplänen: Diese Blog-Schatzkarte enthüllt wertvolle Tipps und Checklisten, um Ihr Restaurant zu eröffnen oder weiterzuentwickeln. Tauchen Sie ein und entdecken Sie, wie Sie mit Leasing, Fördermitteln oder sogar Crowdfunding Ihre gastronomischen Träume wahr machen!

1. Einführung: Die Bedeutung der Finanzierung in der Gastronomie

Die Ausstattung eines Restaurants spielt eine zentrale Rolle für den Erfolg in der Gastronomiebranche. Von der Einrichtung bis zur Küchenausstattung – alles muss sorgfältig geplant und finanziert werden. Eine solide Finanzierung ist dabei unerlässlich, um hochwertige Standards zu gewährleisten und Gäste zu beeindrucken. Banken bieten verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten an, angepasst an die Bedürfnisse von Gastronomiebetrieben. Bevor Sie Ihr Restaurant eröffnen, ist ein detaillierter Businessplan mit Finanzierungsstrategie erforderlich. Denken Sie an Fördermittel, Kredite oder Leasingoptionen, um Ihre Idee umzusetzen. Eine gut durchdachte Finanzierung ist wie eine Checkliste für den Erfolg Ihres gastronomischen Unternehmens – sie schafft die Grundlage für Wachstum, Weiterbildung und zukünftige Investitionen in Marketing und Qualität.

2. Finanzierung Gastronomie: Grundlagen und Bedeutung für den Erfolg

Die Finanzierung Ihrer gastronomischen Unternehmung bildet das Fundament für Ihren Erfolg. Die Grundlagen hierfür sind vielfältig und entscheidend. Von der Erstellung eines soliden Businessplans bis zur Auswahl der richtigen Finanzierungsoptionen bei Banken oder durch Crowdfunding – jede Entscheidung beeinflusst direkt Ihre Zukunft. Eine genaue Kostenkalkulation, die Berücksichtigung von Leasing- und Kreditmöglichkeiten sowie Fördermitteln sind essenziell. Ferner spielt die Ausstattung Ihres Restaurants eine bedeutende Rolle. Ein durchdachtes Marketingkonzept und die Einhaltung der HACCP-Richtlinien sind weitere wichtige Aspekte. Halten Sie stets eine Finanzierungs-Checkliste bereit, um den Überblick zu behalten und Risiken zu minimieren. Investieren Sie in Ihr Wissen und Ihre Weiterbildung im Gastro-Bereich, um langfristigen Erfolg zu sichern.

Mehr zum Thema Finanzierung in der Gastronomie findest Du hier.

3. Die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten in der Gastronomie

Die Welt der Gastronomie bietet eine Vielzahl von Finanzierungsmöglichkeiten, um Ihr Restaurant oder Hotel erfolgreich zu betreiben. Von traditionellen Bankkrediten über Crowdfunding bis hin zur Nutzung von Fördermitteln stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung. Ein fundierter Businessplan ist hierbei unerlässlich, um die richtige Finanzierungsquelle zu identifizieren und erfolgreich zu nutzen. Leasing von Geräten und Ausstattung kann ebenfalls eine kosteneffektive Lösung sein, um Ihre gastronomische Einrichtung zu modernisieren. Durch gezieltes Marketing und die Nutzung von Weiterbildungsmöglichkeiten können Sie Ihre Finanzierungsoptionen erweitern und Ihren Betrieb erfolgreich eröffnen und ausbauen. Eine sorgfältige Kostenkalkulation und die Einhaltung von HACCP-Richtlinien sind dabei entscheidend, um langfristigen Erfolg in der Gastronomie zu gewährleisten.

4. Tipps zur erfolgreichen Finanzierung Ihres gastronomischen Betriebs

Die erfolgreiche Finanzierung Ihres gastronomischen Betriebs ist entscheidend für Ihren langfristigen Erfolg in der Branche. Ein fundierter Businessplan, der alle Kosten und Investitionen umfasst, bildet die Basis für die Beantragung von Fördermitteln oder Krediten bei Ihrer Bank. Eine detaillierte Checkliste zur Budgetplanung hilft Ihnen, keine wichtigen Ausgaben zu übersehen. Denken Sie auch an alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie Crowdfunding oder Leasing, um flexibel zu bleiben. Investieren Sie gezielt in Ihre Ausstattung und setzen Sie auf effektives Marketing, um Ihre Restaurantumsätze zu steigern. Halten Sie Ihr Wissen durch Weiterbildungen im Bereich Gastronomie und HACCP stets aktuell. Mit diesen Tipps legen Sie den Grundstein für eine solide finanzielle Basis und können erfolgreich Ihr Restaurant eröffnen.

5. Wichtige Kennzahlen und Budgetplanung in der Finanzierung Gastronomie

Bei der Finanzierung Ihrer gastronomischen Unternehmung sind wichtige Kennzahlen und eine detaillierte Budgetplanung unerlässlich. Durch die genaue Analyse Ihrer Kosten und Einnahmen können Sie fundierte Entscheidungen für die Zukunft treffen. Ein Businessplan, der diese Kennzahlen präzise darstellt, ist ein unverzichtbares Instrument für Ihre Finanzierung. Ebenso sollten Sie regelmäßig Ihre Budgets überprüfen und anpassen, um finanzielle Engpässe frühzeitig zu erkennen und zu bewältigen. Die Kenntnis Ihrer finanziellen Situation ermöglicht es Ihnen, gezielt in die Weiterentwicklung Ihres Restaurants oder Ihrer Gastroeinrichtung zu investieren. Denken Sie langfristig und behalten Sie stets den Überblick über Ihre Finanzen, um erfolgreich in die Zukunft Ihres gastronomischen Betriebs zu investieren.

6. Chancen und Risiken bei der Finanzierung von Gastronomieprojekten

Beim Eingehen von Finanzierungsverpflichtungen für Gastronomieprojekte ist es entscheidend, die Chancen und Risiken sorgfältig abzuwägen. Eine umfassende Analyse der potenziellen Risiken, wie saisonale Schwankungen oder unerwartete Kosten, ist unerlässlich, um präventive Maßnahmen zu ergreifen. Gleichzeitig bieten Finanzierungsmöglichkeiten wie Darlehen oder Leasingverträge die Chance, das gastronomische Geschäft auszubauen und zu innovieren. Ein fundiertes Verständnis der finanziellen Herausforderungen hilft dabei, mögliche Risiken zu minimieren und die positiven Chancen optimal zu nutzen. Durch eine kluge Finanzierungsstrategie können Gastronomieprojekte langfristig erfolgreich sein und nachhaltiges Wachstum ermöglichen.

7. Finanzierung Gastronomie: Investitionen in die Zukunft Ihres Unternehmens

Die Investitionen in die Zukunft Ihres gastronomischen Unternehmens sind entscheidend für langfristigen Erfolg. Eine solide Finanzierung ermöglicht es, in die Ausstattung, Marketing und Weiterbildung zu investieren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dabei können verschiedene Finanzierungsquellen wie Kredite, Leasing, Crowdfunding oder Fördermittel genutzt werden. Ein durchdachter Businessplan und eine Kosten-Checkliste sind unerlässlich, um finanzielle Risiken zu minimieren. Die Einhaltung von HACCP-Standards ist nicht nur gesetzliche Vorgabe, sondern auch ein Qualitätsmerkmal für Ihr Restaurant. Durch kluge Investitionen und eine transparente Budgetplanung können Sie Chancen erkennen und Risiken minimieren. Nutzen Sie Ihre Finanzierung gezielt, um langfristig den Erfolg und die Rentabilität Ihres gastronomischen Betriebs zu sichern.

8. Erfolgsbeispiele: Wie eine solide Finanzierung zum Erfolg führen kann

Erfolgsbeispiele demonstrieren eindrucksvoll, wie eine durchdachte Finanzierung den Weg zum Erfolg in der Gastronomie ebnen kann. Ein Restaurant, das mit einem klug kalkulierten Businessplan und einer gezielten Marketingstrategie startet, zeigt, wie Investitionen in Ausstattung und Schulungen zu einer florierenden Gastro-Location führen können. Durch die geschickte Nutzung von Fördermitteln und Krediten gelingt es, den Betrieb effizient zu eröffnen und zu betreiben. Leasingoptionen für Geräte und Technologie sowie die Einhaltung von HACCP-Standards sind wichtige Pfeiler eines nachhaltigen Finanzierungsmodells. Diese Erfolgsbeispiele verdeutlichen, dass eine professionelle Finanzplanung und kluge Budgetierung essenziell sind, um langfristig im gastronomischen Business zu bestehen.

9. Fazit: Die richtige Finanzierung als Schlüssel zum Erfolg in der Gastronomie

Die richtige Finanzierung ist der entscheidende Schlüssel für den Erfolg Ihres gastronomischen Unternehmens. Eine solide finanzielle Basis ermöglicht es Ihnen, in die richtige Ausstattung, Marketingstrategien und Weiterbildung zu investieren, um Ihr Restaurant erfolgreich zu führen. Von der Erstellung eines detaillierten Businessplans über die Suche nach passenden Fördermitteln bis hin zur Auswahl des optimalen Finanzierungsinstruments wie Krediten oder Leasing – jede Entscheidung beeinflusst Ihren gastronomischen Betrieb. Durch eine fundierte Budgetplanung und die Berücksichtigung wichtiger Kennzahlen wie Kosten und Umsatz können Sie Chancen und Risiken frühzeitig erkennen und gezielt handeln. Erfolgsbeispiele zeigen, dass eine durchdachte Finanzierung langfristig zu einer florierenden Gastronomie führen kann. Investieren Sie in die Zukunft Ihres Restaurants und legen Sie den Grundstein für nachhaltigen Erfolg durch eine durchdachte Finanzierungsstrategie.

Übrigens: Wir helfen Dir gerne bei Deiner Finazierung.

Wie viel Eigenkapital für Restaurant?

Für die Gründung eines Restaurants wird in der Regel ein Eigenkapitalanteil von etwa 20% bis 30% des Gesamtinvestitionsbedarfs empfohlen. Dieses Eigenkapital dient als finanzielle Basis für den Start des Unternehmens und soll dazu beitragen, Risiken abzufedern und die Liquidität zu sichern. Es ist wichtig, dass genügend Eigenkapital vorhanden ist, um unvorhergesehene Kosten zu decken und das Geschäft in der Anfangsphase stabil zu halten. Weiterhin kann ein angemessener Eigenkapitalanteil auch die Finanzierungsbereitschaft von Banken oder Investoren erhöhen, da dies zeigt, dass der Gründer selbst in das Projekt investiert und somit ein persönliches Interesse am Erfolg des Restaurants hat. Es ist ratsam, im Vorfeld eine detaillierte Finanzplanung zu erstellen, um den genauen Kapitalbedarf zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen zur Eigenkapitalbeschaffung zu planen.

Wie viel Geld braucht man für ein Restaurant zu eröffnen?

Für die Eröffnung eines Restaurants müssen Sie mit erheblichen Kosten rechnen. Die Investitionssumme hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Lage, der Größe des Restaurants, der Ausstattung und dem Konzept. In der Regel sollten Sie mit Startkapital zwischen 100.000€ und 500.000€ kalkulieren. Diese Kosten umfassen Mietkautionen, Umbau- und Renovierungskosten, Küchenausstattung, Möbel, Inventar, Personal, Marketing und weitere laufende Ausgaben. Es ist wichtig, einen detaillierten Businessplan zu erstellen, um alle Kostenpunkte realistisch einzuschätzen. Zudem sollten Sie bedenken, dass in den ersten Monaten oft Verluste anfallen, bevor sich das Restaurant etabliert und Gewinne erzielt. Eine solide Finanzplanung ist daher essenziell für den Erfolg Ihres Restaurants. Es empfiehlt sich auch, nach Finanzierungsmöglichkeiten wie Krediten, Fördermitteln oder Investoren zu suchen, um die Eröffnung und den Betrieb des Restaurants zu finanzieren.

Was sind Voraussetzungen für eine Finanzierung?

Für eine Finanzierung sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen. Zunächst ist es wichtig, dass der Antragsteller über eine positive Bonität verfügt. Dies bedeutet, dass die finanzielle Situation stabil ist und bereits bestehende Verpflichtungen regelmäßig bedient werden. Des Weiteren muss ein detaillierter Finanzierungsplan vorgelegt werden, der die geplante Verwendung der Mittel sowie die Rückzahlungsmodalitäten darlegt. Ein tragfähiges Geschäftskonzept ist ebenfalls entscheidend, um das Risiko für den Geldgeber zu minimieren. Darüber hinaus spielen Sicherheiten eine wichtige Rolle bei der Finanzierung. Diese können in Form von Immobilien, Bürgschaften oder anderen werthaltigen Vermögenswerten gestellt werden, um das Risiko für den Kreditgeber zu reduzieren. Eine transparente und offene Kommunikation mit dem Finanzierungspartner ist ebenfalls essenziell, um Vertrauen aufzubauen und eventuelle Fragen zu klären. Insgesamt ist es wichtig, dass alle geforderten Unterlagen vollständig und korrekt eingereicht werden, um die Chancen auf eine erfolgreiche Finanzierung zu erhöhen.

Wie viel muss man für eine Finanzierung verdienen?

Für eine Finanzierung muss man in der Regel über ein regelmäßiges Einkommen verfügen, das es ermöglicht, die monatlichen Raten des Darlehens zu bedienen. Es ist wichtig, dass das Einkommen ausreichend hoch ist, um die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen und gleichzeitig genügend Spielraum für weitere Ausgaben zu lassen. Die genaue Höhe des erforderlichen Einkommens hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise der Kreditsumme, der Laufzeit des Darlehens, den individuellen Lebenshaltungskosten und anderen finanziellen Verpflichtungen. In der Regel wird ein Einkommen oberhalb der Pfändungsfreigrenze empfohlen, um als ausreichend angesehen zu werden. Es ist ratsam, vor der Beantragung einer Finanzierung eine genaue Einkommens- und Ausgabenrechnung durchzuführen, um sicherzustellen, dass man über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um die Ratenzahlungen langfristig leisten zu können.

restaurant eröffnen, eigenes restaurant, motivierte Mitarbeiter, Kneipenkultur, rettet die Kneipezufriedene Mitarbeiter, gastronomische berufe

In 5 Schritte zum eigenen Restaurant, oder: Wie kann ich ein eigenes Restaurant eröffnen?

, , ,

Restaurant eröffnen: Was du wirklich brauchst, bevor du unterschreibst

Restaurant eröffnen klingt nach Leidenschaft. Nach Gästen, die begeistert sind. Nach dem ersten vollen Freitagabend. Was es tatsächlich bedeutet: ein Unternehmen gründen, das unter den härtesten Bedingungen der Dienstleistungswirtschaft bestehen muss.

Die alten „5 Schritte“, die wir früher hier veröffentlicht hatten, waren ein guter Einstieg. Aber die Realität 2026 ist anspruchsvoller. Laut DEHOGA Bundesverband lag der reale Umsatz der Gastronomie im ersten Halbjahr 2025 rund 15 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Investitionskosten sind seit 2022 um über 18 Prozent gestiegen. (Quelle: DEHOGA, 2025)

Wer jetzt ein Restaurant eröffnen will, muss das besser vorbereiten als je zuvor. Dieser Artikel zeigt dir, wie.

⚠️ Was sich seit 2024 verändert hat

•       Mindestlohn 2026: 13,90 Euro / Stunde (seit 1. Januar 2026, +8,4 % gegenüber 2025). Personalkosten sind seit 2022 um über 20 Prozent gestiegen.

•       Investitionskosten: Umbau, Küchentechnik, Ausstattung: alles 15 bis 25 Prozent teurer als 2022.

•       7-Prozent-MwSt. auf Speisen: Seit Januar 2026 dauerhaft beschlossen. Entlastung für laufende Betriebe, aber kein Ersatz für solide Kalkulation beim Start.

•       Digitale Sichtbarkeit: Ein Google Business Profil ohne aktive Pflege kostet messbar Buchungen. Kein optionales Extra mehr.

•       Förderlandschaft: BAFA- und KfW-Konditionen haben sich verändert. Wer nach alten Informationen plant, plant falsch.

 

Schritt 1: Restaurant eröffnen beginnt mit dem Konzept, nicht mit dem Standort

Fast alle Gründer suchen zuerst eine Immobilie. Das ist der erste Fehler. Wer den Standort sucht, bevor das Konzept steht, läuft Gefahr, ein Objekt zu nehmen, das nicht zur Zielgruppe, zum Preispunkt oder zur Küchenstruktur passt.

Das Konzept beantwortet fünf Fragen: Welche Küche? Für wen? Zu welchem Preisniveau? Mit welchem Servicestil? Und: Was kann ich, was andere in dieser Lage nicht können?

Diese fünf Fragen klingen einfach. Sie sind es nicht. Wir sehen in unserer Beratung regelmäßig Konzepte, die beim dritten Monat kippen, weil die Preisstrategie nicht zur Zielgruppe im Einzugsgebiet passt.

Wir sehen in unserer Beratung immer wieder dasselbe: Gründer, die ihr Konzept nicht schärfen, konkurrieren über den Preis. Und im Preiskampf verliert man fast immer gegen den, der schon länger da ist.

💡 Die Konzept-Kernfragen vor dem Restaurant eröffnen

1.    Restauranttyp und Küche: Deutsch, Italienisch, Griechisch, Asiatisch, Vegan, Fine Dining? Jedes hat eine andere Kostenstruktur.

2.    Zielgruppe: Mittagstischgäste, Familien, Geschäftsessen, junges Stadtpublikum? Das bestimmt Öffnungszeiten, Preispunkt und Standortanforderung.

3.    Preispositionierung: Einstieg (Bon unter 15 Euro), Mittelklasse (15 bis 35 Euro), gehoben (über 35 Euro)? Jede Stufe hat andere Margensystematik.

4.    Servicestil: Tischservice, Counter, Selbstbedienung? Wirkt direkt auf Personalquote.

5.    Alleinstellungsmerkmal: Was gibt es in 500 Metern Radius nicht? Wenn du diese Frage nicht beantworten kannst, hast du noch kein Konzept.

 

Schritt 2: Restaurant eröffnen ohne Businessplan ist kein Mut, es ist Fahrlässigkeit

Der Businessplan ist nicht das Dokument, das du für die Bank schreibst. Er ist das Dokument, das dich zwingt, deine Annahmen gegen Zahlen zu prüfen.

Wie viele Gäste brauchst du täglich, damit die Miete gedeckt ist? Was passiert, wenn der erste Monat 40 Prozent unter Plan läuft? Wann zahlst du dir zum ersten Mal einen Unternehmerlohn? Wer diese Fragen nicht beantwortet hat, bevor er unterschreibt, findet die Antworten später unter unangenehmeren Bedingungen. Mehr zur Struktur eines soliden Plans erklären wir im Gastronomie-Businessplan-Leitfaden.

Realistische Investitionskosten 2026 (mittleres Restaurant, 60 Plätze)

Kostenblock

Untergrenze

Obergrenze

Kaution & erste Pacht

5.000 €

25.000 €

Umbau & Renovierung

10.000 €

100.000 €

Küchenausstattung (komplett)

20.000 €

120.000 €

Gastraum-Einrichtung

8.000 €

60.000 €

Kassensystem inkl. TSE & Software

1.500 €

8.000 €

Genehmigungen, Notar, IHK

800 €

5.000 €

Eröffnungsmarketing

2.000 €

15.000 €

Liquiditätsreserve (mind. 3 Monate)

18.000 €

70.000 €

▶ Gesamtinvestition (realistisch)

65.300 €

403.000 €

 

Die Pacht-mal-acht-Formel: Deine monatliche Pacht sollte maximal ein Achtel des erwarteten Monatsumsatzes betragen. Bei 3.500 Euro Pacht brauchst du mindestens 28.000 Euro Umsatz im Monat. Wer das nicht einrechnet, unterschreibt einen Pachtvertrag, der ihn erwürgt.

Drei Szenarien sind Pflicht: optimistisch, realistisch, konservativ. Nur wer den schlechtesten Fall durchgerechnet hat, kann vorsorgen.

Schritt 3: Standort suchen beim Restaurant eröffnen, aber erst nach Schritt 1 und 2

Jetzt kommt der Standort. Nicht vorher.

Der Standort bestimmt deine Zielgruppe, deine Pachtkosten und deine Erreichbarkeit. Ein falscher Standort lässt sich mit gutem Essen nicht kompensieren. Das ist einer der meistzitierten Sätze in unseren Beratungen, weil er so oft zu spät gehört wird.

Was du vor der Standortentscheidung prüfen musst

  • Passantenfrequenz selbst zählen: An verschiedenen Wochentagen, zu verschiedenen Uhrzeiten. Keine Annahmen, eigene Daten.
  • Demografieprofil des Einzugsgebiets: Welche Einkommensgruppen, welche Altersstruktur? Passt das zu deinem Preispunkt?
  • Wettbewerb im 500-Meter-Radius: Gibt es bereits dasselbe Konzept? Wenn ja: Warum bist du besser?
  • Objektzustand und Kücheneignung: Abluftmöglichkeit? Wasseranschlüsse? Gasanschluss? Stromkapazität für deine Küchentechnik?
  • Pachtvertragslaufzeit und Indexierung: Wie entwickelt sich die Pacht in fünf Jahren? Was steht bei vorzeitiger Kündigung?
  • Genehmigungsfähigkeit prüfen: Bevor du unterschreibst. Nicht danach.

 

📍 Praxisbeispiel: Restaurant eröffnen in Nordrhein-Westfalen

Ein Gründerpaar wollte ein vietnamesisches Restaurant in einer mittelgroßen nordrhein-westfälischen Stadt eröffnen. Sie hatten ein Objekt gefunden, das perfekt aussah: gute Lage, günstige Pacht, großer Gastraum.

Was sie übersehen hatten: Die Abluftanlage war für ein Büro geplant gewesen, nicht für eine Profiküche. Der Umbau kostete 28.000 Euro mehr als kalkuliert. Die Eröffnung verzögerte sich um vier Monate.

Mit einer strukturierten Standortprüfung vor Vertragsunterzeichnung wäre das vermeidbar gewesen. Das Objekt wäre aussortiert worden, bevor ein Cent investiert wurde.

Name und Ort wurden aus Datenschutzgründen anonymisiert. Der Fall basiert auf einer echten Beratungssituation der Gastro Piraten.

 

Schritt 4: Genehmigungen beim Restaurant eröffnen, und warum die Reihenfolge über alles entscheidet

Der häufigste Fehler: Pachtvertrag unterschreiben, dann Genehmigungen beantragen. Das ist rückwärts.

Die Gaststättenerlaubnis kann verweigert werden: bei Vorstrafen, früherer Insolvenz oder mangelnder gewerblicher Zuverlässigkeit. Eine Baugenehmigung für den Umbau kann strukturelle Anforderungen auslösen, die du im Objekt so nicht umsetzen kannst. Die Brandschutzabnahme kann Investitionen erzwingen, die das Objekt unwirtschaftlich machen.

Erst Genehmigungsfähigkeit prüfen. Dann unterschreiben.

Genehmigung

Behörde

Zeitbedarf

Gewerbeanmeldung

Gewerbeamt

1–5 Werktage

Gaststättenerlaubnis (Alkohol)

Ordnungsamt

4–12 Wochen

Hygienebelehrung §43 IfSG

Gesundheitsamt

1–2 Tage

HACCP-Konzept + Anmeldung

Gesundheitsamt

2–8 Wochen

Baugenehmigung (bei Umbau)

Bauordnungsamt

4–16 Wochen

Brandschutz-Abnahme

Feuerwehr / Baubehörde

2–6 Wochen

GEMA-Lizenz (bei Musik)

GEMA

sofort online

GEZ / ARD ZDF Deutschlandradio

ARD ZDF DR Beitragsservice

sofort online

 

Plane mindestens drei Monate für den Genehmigungsprozess ein, bevor du Handwerker beauftragst oder Mitarbeiter einstellst.

Schritt 5: Finanzierung sichern, bevor du ein Restaurant eröffnest

Rund zwei Drittel aller Restaurantgründer benötigen externe Finanzierung. Die wichtigsten Quellen im Überblick:

Eigenkapital: Mindestens 20 bis 30 Prozent

Banken und Fördermittelgeber verlangen Eigenkapital als Commitment. Bei 150.000 Euro Investition sind das 30.000 bis 45.000 Euro aus eigener Tasche.

KfW-Startgeld: bis 125.000 Euro

Das KfW-Startgeld ermöglicht bis zu 125.000 Euro zu günstigen Konditionen mit tilgungsfreier Anlaufzeit. Voraussetzung: bankfertiger Businessplan, den die Hausbank weiterreicht. (Quelle: KfW, 2025)

Gründungszuschuss der Bundesagentur

Wer aus der Arbeitslosigkeit gründet: Der Gründungszuschuss ist steuerfrei und nicht rückzuzahlend. Zeitpunkt entscheidend: Antrag nur bei bestehendem Restanspruch auf Arbeitslosengeld. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2025)

BAFA-Förderung für Beratung

Das BAFA-Programm bezuschusst Beratungsleistungen mit bis zu 50 bis 70 Prozent. Das macht professionelle Unterstützung beim Businessplan und bei der Konzeptentwicklung deutlich günstiger als der Listenpreis. Als KfW- und BAFA-akkreditierter Berater arbeiten wir regelmäßig mit Gründern, die diese Förderung nutzen. (Quelle: BAFA, 2025)

 

✅ Was Finanzierungszusagen verbindet

Alle erfolgreichen Finanzierungsanträge, die wir in der Beratung begleitet haben, hatten eines gemeinsam: einen Businessplan mit drei Szenarien und eine realistische Liquiditätsplanung für mindestens 24 Monate. Kein Bankberater genehmigt einen Kredit auf Basis einer optimistischen Umsatzschätzung ohne Risikoplanung.

 

Schritt 6: Marketing und digitale Sichtbarkeit vor dem ersten Gast

Marketing ist kein letzter Schritt, den du nach der Eröffnung angehst. Es ist ein Prozess, der vier bis acht Wochen vor der Eröffnung beginnt.

Google Business Profil: unverzichtbar

Das Google Business Profil entscheidet darüber, ob dich Laufkundschaft findet oder nicht. Wer sein Restaurant eröffnet und kein gepflegtes Profil hat, verliert buchstäblich Gäste, die schon in der Nähe sind. Mehr dazu, wie du das Profil richtig aufsetzt, erklären wir in unserem Artikel zum Google Business Profile für Restaurants.

Speisekarte: Das Marketinginstrument, das die meisten unterschätzen

Die Speisekarte ist nicht nur eine Produktliste. Sie ist das wichtigste Steuerelement für Wareneinsatz und Gast-Erlebnis. Eine gut konstruierte Karte lenkt Gäste zu margenstarken Gerichten, ohne dass sie es merken. Mehr dazu in unserem Artikel zur Speisekarte optimieren.

Soft Opening vor dem großen Start

Ein Soft Opening 1 bis 2 Wochen vor der offiziellen Eröffnung ist keine Option, es ist Pflicht. Einladen: Familie, Freunde, lokale Blogger, Journalisten. Ziel: Betriebsabläufe unter Realbedingungen testen, Feedback sammeln, Küche einfahren. Was beim Soft Opening schiefgeht, geht sonst beim ersten großen Freitagabend schief.

Schritt 7: Personal beim Restaurant eröffnen ist teurer als du denkst

Die Personalquote liegt in klassischen Restaurants zwischen 35 und 42 Prozent des Umsatzes. Das ist der größte Einzelkostenblock, noch vor der Pacht.

Was fast alle unterschätzen: Die Differenz zwischen Hochphase (Freitag, Samstag) und Schwachphase (Montag, Dienstag). Wer ausschließlich auf Vollzeitstellen setzt, zahlt in schwachen Wochen zu viel. Flexible Personalstrukturen mit einem Mix aus Festanstellung und Minijob sind effizienter.

Mindestlohn 2026: 13,90 Euro pro Stunde (Stand 2026). Ab 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 Euro. Nachtarbeit, Sonntagszuschläge und Trinkgeldbesteuerung sind zusätzliche Komplexität. Eine sauber aufgestellte Lohnbuchhaltung für Gastronomie von Tag eins verhindert teure Nachforderungen durch Finanzamt oder Arbeitsgericht.

Was brauchst du wirklich, um ein Restaurant zu eröffnen?

Ein Restaurant eröffnen erfordert: ein geschärftes Konzept mit klarem Alleinstellungsmerkmal, einen Businessplan mit drei Szenarien und einer 24-monatigen Liquiditätsplanung, Eigenkapital von mindestens 20 bis 30 Prozent der Gesamtinvestition, eine Liquiditätsreserve von mindestens drei Monatsfixkosten, alle Genehmigungen geprüft vor Unterzeichnung des Pachtvertrags, eine Standortanalyse mit eigener Frequenzzählung und Wettbewerbscheck sowie einen Digitalisierungsplan mit Google Business Profil und Kassensystem ab Tag eins.

Die Investitionskosten liegen je nach Konzept und Größe zwischen 65.000 und über 400.000 Euro. Der Break-Even ist realistisch nach 12 bis 36 Monaten zu erwarten. Wer das Schritt für Schritt durcharbeiten will, findet den vollständigen Restauranttypen-Vergleich in unserem Artikel Eigenes Restaurant eröffnen 2026.

Häufige Fragen: Restaurant eröffnen

❓ Wie viel Geld brauche ich, um ein Restaurant zu eröffnen?

Je nach Größe und Konzept zwischen 65.000 und über 400.000 Euro. Ein kleines Bistro mit 30 bis 40 Plätzen in einer Mittelstadt startet ab rund 65.000 Euro. Ein mittleres Stadtrestaurant mit 60 Plätzen kostet realistisch 120.000 bis 250.000 Euro. Fine Dining beginnt bei 300.000 Euro. Immer inklusive Liquiditätsreserve von mindestens drei Monatsfixkosten.

 

❓ Kann ich ein Restaurant eröffnen ohne Kochausbildung?

Gesetzlich ja. Du brauchst eine Hygieneschulung nach §43 IfSG und einen Nachweis über betriebswirtschaftliche Zuverlässigkeit. Praktisch ist eine Ausbildung oder langjährige Branchenerfahrung aber ein erheblicher Vorteil, weil du ohne sie weder Wareneinsatz noch Qualität kontrollieren kannst. Viele erfolgreiche Betreiber ohne Kochausbildung kompensieren das mit einem starken Küchenchef und sehr enger Kostenkontrolle.

 

❓ Wie lange dauert es, bis ein Restaurant profitabel ist?

Realistisch 12 bis 24 Monate für mittlere Konzepte, 24 bis 36 Monate für gehobene Gastronomie. In der Liquiditätsplanung solltest du mindestens 18 Monate ohne Unternehmerlohn einrechnen. Wer das nicht tut, gerät nach dem ersten schlechten Quartal in existenzielle Schwierigkeiten.

 

❓ Welche Genehmigungen brauche ich, um ein Restaurant zu eröffnen?

Pflicht: Gewerbeanmeldung, Gaststättenerlaubnis (bei Alkoholausschank), Hygienebelehrung nach §43 IfSG, HACCP-Konzept und Anmeldung beim Gesundheitsamt. Bei Umbau: Baugenehmigung und Brandschutzabnahme. Bei Musik: GEMA-Lizenz. Alle Genehmigungen vor Pachtvertragsunterzeichnung auf Machbarkeit prüfen.

 

❓ Was ist die Pacht-mal-acht-Formel?

Die Pacht-mal-acht-Formel: Deine monatliche Pacht sollte maximal ein Achtel deines erwarteten Monatsumsatzes betragen. Bei 3.500 Euro Pacht brauchst du mindestens 28.000 Euro Monatsumsatz. Sie ist ein schneller Vorab-Check, kein Ersatz für eine vollständige Finanzplanung.

 

❓ Kann ich einen KfW-Kredit für die Restauranteröffnung bekommen?

Ja. Das KfW-Startgeld ermöglicht bis zu 125.000 Euro für Gründer. Voraussetzung ist ein bankfertiger Businessplan, den die Hausbank prüft und an die KfW weiterreicht. Tilgungsfreie Anlaufzeit ist möglich. Wir begleiten Gründer regelmäßig durch diesen Prozess.

 

❓ Wie finde ich den richtigen Standort für mein Restaurant?

Passantenfrequenz selbst zählen, Demografieprofil des Einzugsgebiets analysieren, Wettbewerb im 500-Meter-Radius kartieren, Pacht gegen Pacht-mal-acht-Formel prüfen, Genehmigungsfähigkeit des Objekts klären. Erst dann den Pachtvertrag unterschreiben.

 

❓ Was kostet ein Soft Opening?

Ein Soft Opening für 30 bis 50 geladene Gäste kostet je nach Konzept und Menü zwischen 500 und 3.000 Euro. Das ist eine der rentabelsten Investitionen im gesamten Gründungsprozess: Du testest Betriebsabläufe unter Realbedingungen, sammelst Feedback und erzeugst erste Mundpropaganda. Fehler beim Soft Opening kosten nichts außer Lernkurve.

 

👤 Über den Autor

René Kaplick hat Gastronomie nicht studiert. Er ist darin aufgewachsen. Mit zehn Jahren hat er das erste Bier gezapft, neben seinen Eltern, für echte Gäste. Was folgte: Kochausbildung, Stationen in der Sternegastronomie (u.a. First Floor Berlin, Michelin-Stern), Handelsfachwirt, über 5.600 beratene Betriebe im DACH-Raum seit 2010. Die Fragen, die er stellt, hat er selbst durchgelebt. Die Gastro Piraten sind KfW- und BAFA-akkreditiert und Partnerbetrieb des DEHOGA Berlin/Brandenburg.

 

📋 Kostenloses Erstgespräch

Du planst, ein Restaurant zu eröffnen? Wir schauen uns dein Konzept gemeinsam an, bevor du unterschreibst.

→ Jetzt kostenloses Erstgespräch buchen

Gastrokasse Trinkgeld, kosten eines Restaurants, was kostet ein restaurant

Gastwelt-Lobby in Berlin

, , ,

Gastwelt-Lobby in Berlin: Vielfältig, fragmentiert und verbandsseitig nur bedingt wettbewerbsfähig-

Berlin, 12. Juni 2023 – Der Deutsche Bundestag hat Anfang 2022 zur Verbesserung der politischen Transparenz ein zentrales Lobbyregister eingeführt, in das sich mit wenigen Ausnahmen alle Interessenvertreter eintragen müssen.

Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) hat das Register in den vergangenen drei Monaten für die Tourismus-, Hospitality- und Foodservice-Industrie (360° Gastwelt) analysiert und viele interessante Erkenntnisse zur Struktur und Finanzausstattung der Gastwelt-Lobby gewonnen.

„Unsere Ad-Hoc Analyse konzentriert sich in einem ersten Schritt darauf, eine qualitative Bestandsaufnahme aller eingetragenen Akteure (Verbände, Organisationen, NGOs, Thinktanks, Unternehmen) vorzunehmen. Um die erfassten Zahlen einzuordnen, wurden in einem zweiten Schritt die wichtigsten Kennziffern drei weiterer Referenz-Branchen ermittelt und dann der Gastwelt beispielhaft gegenübergestellt. Es handelt sich hierbei um das Handwerk, die Versicherungswirtschaft und die Automobilindustrie“, erklärt Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge.

Die DZG-Auswertung identifiziert 80 verschiedene Verbände/Organisationen, einen Dachverband sowie eine aktive politische Denkfabrik. Hinzukommen weitere 29 Unternehmen, die in der Bundeshauptstadt Lobbyarbeit betreiben. „In Summe sind damit 111 Akteure für die Gastwelt in Berlin unterwegs. In meiner Zeit als Bundestagsabgeordneter von 2017 bis 2021 hatte ich vielleicht Kontakt mit 20 bis 25 Verbänden und zehn Unternehmen. Deswegen hat uns die hohe Zahl von über 110 eingetragenen Lobbyakteuren am Ende doch überrascht“, so Klinge weiter.

In ihrer Analyse kommt die Denkfabrik zu drei zentralen Erkenntnissen: Die Auswertung des Registers zeichnet (1) verbandsseitig ein facettenreiches Bild:

Die inhaltliche Bandbreite der eingetragenen Verbände und Organisationen ist hoch, die Arbeitsprofile teils sehr unterschiedlich. Mit insgesamt 82 Akteuren (inklusive Dachverband und Denkfabrik) stellt die DZG-Untersuchung folglich auch einen hohen Fragmentierungsgrad fest. „Die ausgewerteten Daten deuten außerdem darauf hin, dass die Finanzmittel der Verbände auf niedrigem Niveau limitiert sind. Sieben von 82 Akteuren geben sogar null Euro pro Jahr für Interessensvertretung aus. In diesen Fällen wird wohl komplett ehrenamtlich gearbeitet. Weitere elf Akteure geben gar keine Zahlen an “, führt Co-Vorstand Alexander Aisenbrey aus.

Auf Unternehmensseite sei die Anzahl mit 29 verschiedenen Akteuren zwar nicht auf dem Fragmentierungs-Niveau der Verbände, aber dennoch nicht unerheblich. Aisenbrey: „Auffällig ist, dass die Gastwelt-Unternehmen in Summe signifikant mehr Geld für Interessensvertretung (8,8 Mio./Jahr) zur Verfügung haben als die Verbände (5,1 Mio./Jahr). Hier liegt der Faktor bei 1,7. Die Mitarbeiterausgaben der Verbände im Bereich Interessensvertretung sind im Schnitt bis zu vier Mal niedriger als bei den Unternehmen. Dies lässt auf eine höhere Teilzeitquote und ein geringeres Entlohnungsniveau schließen.“

Verbandsseitig ist die 360° Gastwelt (2) bei fast allen Schlüsselkennzahlen schlechter finanziert als die drei Referenzbranchen – und das teils erheblich.

Bei den Ausgaben der Top 5 Verbände (also die Organisationen mit den jeweils höchsten absoluten Lobby-Ausgaben) liegt das Handwerk mit rund 10 Mio./Jahr auf Platz 1, gefolgt von der Automobilindustrie (4 Mio./Jahr), der Versicherungswirtschaft (3,3 Mio./Jahr) und der Gastwelt (2,6 Mio./Jahr). In der Spitze ist das ein Faktor von 3,8. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Beschäftigtenzahlen ab: Auch hier liegt die Gastwelt (Top 5 Verbände) mit 55 Mitarbeitenden deutlich hinter der Automobilindustrie (85), der Versicherungswirtschaft (85) und dem Handwerk (145). Der Anteil der Lobby-Ausgaben variiert bei den TOP 5 Gastwelt-Verbänden zwischen rund 15,8 Prozent (BDL), 19,6 Prozent (DRV), 20,5 Prozent (DEHOGA Bundesverband), 43,7 Prozent (BDB) und 49,5 Prozent (IHA).

Bei den Unternehmensausgaben steht die Tourismus-, Hospitality- und Foodservice-Industrie mit 6,8 Mio./Jahr hingegen auf Platz 2 im Top-5-Vergleich, direkt nach der Automobilindustrie, deren Konzerne 16,7 Mio./Jahr investieren. In der Versicherungsbranche liegen die Ausgaben für Lobbyarbeit bei 5,1 Mio./Jahr, beim Handwerk bei 2,6 Mio./Jahr.

Besonders eklatant sind die Finanzierungsunterschiede (3) im Vergleich der Dachverbände. Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) gab im Corona-Spitzenjahr 2021 nach eigenen Angaben zwischen 160.001 bis 170.000 Euro für Lobbyarbeit aus. Alle drei Referenz-Dachverbände spielen hier in einer vollkommen anderen Liga. Dem VDA (Automobil) standen 4,4 Mio. Euro, dem GDV (Versicherung) 15 Mio. Euro und dem ZDH (Handwerk) 1,8 Mio. Euro zur Verfügung. Das heißt, dass die Referenz-Dachverbände elf bis 91 Mal mehr Finanzmittel einsetzten als der BTW.

„Auf Dachverbands-Ebene ist die Tourismus-, Hospitality- und Foodservice-Industrie – zumindest im vorgenommenen Vergleich – weder finanziell und personell konkurrenzfähig. Hier liegt aus unserer Sicht die größte strukturelle Baustelle. Daneben benötigen auch die einzelnen Fachverbände in Summe mehr Finanzmittel, um ihre notwendigen Lobbyaktivitäten professionell umsetzen zu können. Gleichzeitig ist aus unserer Sicht eine Debatte über eine intensivere Zusammenarbeit und Vernetzung aller Verbandsakteure notwendig, um zusätzliche Synergieeffekte zu erzielen“, so Vorstandssprecher Klinge.

Die vollständige Analyse mit weiteren Zahlen, Daten und Fakten kann kostenfrei über die DZG-Webseite abgerufen werden: https://zukunft-gastwelt.de/studie-lobbyregister/

Methodik-Hinweis:

Die durchgeführte Lobbyregister-Untersuchung erhebt nicht den Anspruch, eine voll umfassende Auswertung zu sein, da dies aufgrund des besonderen Registeraufbaus per se nicht möglich ist. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine kursorische Übersicht aller Gastwelt-Lobbyaktivitäten in Berlin.

+++ Zur Denkfabrik: Die 2021 gegründete Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) vernetzt Politik, Verbände und hochkarätige Vertreter*innen aller Wertschöpfungssektoren der Tourismus-, Hospitality- und Foodservice-Industrie (wie z.B. Radeberger Gruppe, Deutsche Bahn, Unilever Food, Motel One, Transgourmet, Metro, Center Parcs, Dorint, Bioland, Dussmann, NordCap, Centro Hotels, Best Reisen, Rational). Der interdisziplinäre Thinktank kümmert sich inhaltlich um strategische Zukunftsthemen – wie Mitarbeitergewinnung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Ernährungswende – und entwickelt praxisnahe Maßnahmen zur effektiveren Krisen-Bewältigung.

Die Mitgliedsunternehmen der Denkfabrik beschäftigen zusammen über 600 000 Mitarbeitende in allen Regionen Deutschlands. Finanziert und getragen wird der Thinktank von der Union der Wirtschaft e.V. +++ www.zukunft-gastwelt.de

Buchhaltung für Hotellerie und Gastronomie

Die KfW verbessert Ihre Schnellkredite

, , ,

Auch wenn Kredite zurückgezahlt werden müssen, können sie eine große Hilfe für Unternehmen sein. Das wissen auch KfW und die Bundesregierung. Aus diesem Grund hat die KfW ihre Schnellkredite verbessert.

Was ist neu?

Je nach Anzahl der Beschäftigten gelten jetzt folgende Höchstbeträge:

Bei bis zu einschließlich 10 Beschäftigte beim antragstellenden Unternehmen pro Unternehmensgruppe max. 300.000 €.

Bei 10 bis einschließlich 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen pro Unternehmensgruppe max. 500.000 €.

Bei bis mehr als 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen pro Unternehmensgruppe max. 800.000 €.

Es werden bis zu 25% des Jahresumsatzes 2019 gefördert.

Es werden Anschaffungen (Investitionen) und Betriebsmittel (laufende Kosten) gefördert.

Der Sollzins beträgt 3% p.a

Die laufenden Kosten beinhalten also auch Personalkosten, Mieten und Warenlager.

Dadurch, dass die KfW eine 100%ige Absicherung durch den Bund bietet, sind die Chancen auf Kreditzusage gestiegen.

Nicht gefördert werden:

  • Umschuldungen
  • Kreditablösungen
  • Nachfinanzierungen
  • Anschlußfinanzierungen und
  • Kreditverlängerungen

Voraussetzungen

  • mind. seit Januar 2019 am Markt
  • es müssen Gewinne erzielt worden sein (2017 -2019) oder in 2019

Nicht gefördert werden

  • Landwirtschaftliche Betriebe
  • Fischereibetriebe
  • Unternehmen, die schon vor 31.12.2019 Schwierigkeiten hatten

Auch wenn die KfW 100 % des Ausfallrisikos übernimmt, haften Sie dennoch für die Rückzahlung.

Wer im Detail die Konditionen einsehen will findet sie hier: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Erweitern-Festigen/F%C3%B6rderprodukte/KfW-Schnellkredit-(078)/?kfwnl=Unternehmensfinanzierung_MSB.09-11-2020.892964

Selbstverständlich helfen wir auch diesmal, wenn Ihr Fragen an uns habt. Am Besten erreicht Ihr uns hier: https://www.gastro-piraten.de/kontakt/

Blog für Neues aus der Gastro und Hotelbranche

Der Weltuntergang fällt aus

, , , , ,

Der Weltuntergang fällt aus. Jedenfalls der Große.

Ob der private bzw wirtschaftliche Weltuntergang auch ausbleibt, ist abzuwarten. Fakt ist jedoch, dass die Bundesregierung ein Konjunkturpaket beschlossen hat, um einen wirtschaftlichen Weltuntergang abzuwenden.

Dass große Unternehmen, wie zum Beispiel die Lufthansa, Gelder erhalten war irgendwie zu erwarten. Doch was geschieht mit uns kleinen Unternehmern?

Wir stellen hier einen Auszug aus dem Kunjunkturpaket vor, von dem wir glauben, dass Euch einige Punkte helfen können.

Ob Ihr genau davon profitieren könnt, überprüft am Besten mit Eurem Steuerberater oder nehmt mit uns Kontakt auf: https://www.gastro-piraten.de/kontakt/

Senkung der Mehrwertsteuersätze

Allgemein gilt vom 1.07.2020 bis 31.12.2020 der allgemeine Mehrwertsteuersatz von 16%, der Reduzierte bei 5%. Dies gilt in diesem Zeitraum genau so für die Gastronomie. Anschließend ändern sich die Sätze. Hier eine kleine Übersicht:

01-07. – 31.12.
2020
Getränke
Speisen (in und ausser Haus)
16%
5%
01.01. – 30.06.
2021
Getränke
Speisen (in und außer Haus)
19%
7%
ab 01.07
2021
Getränke
Speisen im Haus
Speisen außer Haus
19%
19%
7%
Liste der Mehrwertsteuersätze (Quelle ADHOGA)

Bitte denk daran, Deine Kasse so zu programieren. #zwinkersmiley

Der Verlustrücktrag

Der Verlustrücktrag wird für die Jahre 2020 und 2021 auf max. 5 Mio. € / 10 Mio. € (bei Zusammenveranlagung) erweitert. Dies kannst Du bereits für die Steuererklärung 2019 nutzen, um Dir vorzeitig Gelder vom Finanzamt zurückzuholen bzw. weniger zu zahlen. Wir berichteten darüber. Was es genau damit auf sich hat findest Du in folgendem Artikel. https://www.gastro-piraten.de/liquiditaetshilfe-vom-finanzamt/

Degressive Abschreibung

Für einen befristeten Zeitraum ist es wieder möglich, seine Investitionen in bewegliches Anlagevermögen degressiv abzuschreiben. Und zwar in den Steuerjahren 2020 und 2021 mit maximal 25% pro Jahr.

Das bewirkt, dass Du die Anschaffungskosten schneller abschreiben kannst, um Dir dadurch eine zusätzliche Liquidität zu verschaffen. Wie ganau, können Dir die Jungs und Mädels von https://www.specialb.de/ erzählen.

Finanzielle Überbrückungshilfen

Um Deine Umsatzausfälle durch Corona aufzufangen, gibt es für die Monate Juni bis August 2020 einige Überbrückungshilfen. Hier eine Übersicht:

ZeitraumJuni – August 2020
Antragsberechtigt– die Umsätz müssen durch Corona im April und Mai 2020 um mindestens 60% ggü April und Mai 2019 gesunken sein und
– in den Monaten Juni bis August 2020 um 50% andauern.
!!!Solltest Du erst nach April 2019 gegründet haben, gelten die Monate November und Dezember 2019!!!
begünstigte UnternehmenDiese Hilfe ist branchenunabhängig und gilt somt auch für Gastronomie, Hotellerie, Kneipen, Caterer, Clubs, Schullandheime, Schausteller, Veranstaltungslogistik usw.
Was wird erstattet– 50% der fixen Betriebskosten bei Umsatzrückgang von mind 50% zum Vormonat.
– bis max 80% der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang kleiner als 70%
– max 150.000,– € für 3 Monate.
!!!Dieser Erstattungsbetrag soll bei Unternehmen bis zu 5 Beschäftigten nur in Ausnahmen 9.000,– € übersteigen. Bei Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten 15.000,– €!!!
NachweispflichtUmsatzrückgänge und die fixen Betriebskosten müssen durch einen Steuerberater bzw. Wirtschaftsprüfer geprüft und bestätigt werden. Überzahlungen müssen zurück gezahlt werden.
Fristen– Antragsfrist bis 31.08.2020
– Auszahlungsfrist bis 30.11.2020
alle Umsatzaufälle müssen coronabedingt sein

Und was ist noch so für mein Unternehmen drin?

Nun ja, diese Paket ist recht umfangreich. Wir haben hier nur auszugsweise Eckpunkte herausgesucht, die evtl für Dich und Deinen Betrieb passen könnten.

AzubisWenn Du Dein Ausbildungplatzangebot 2020 im Vergleich zu den 3 Vorjahren nicht verringert hast, gibt es für jeden neu geschlossenen Ausbildungsplatz eine Prämie von 2.000,– €.
Wenn Du Dein Ausbildungsplatzangebot sogar erhöhst, gibt es sogar 3.000,– €.
Dies Prämie wird nach Ende der Probezeit ausgezahlt.
MitarbeiterbeteiligungEs soll künftig attraktiver werden, Mitarbeiterbeteiligungen einzuführen.
LohnnebenkostenDamit eine coronabedingte Steigerung der Lohnnebenkosten verhindert wird, sollen die Sozialversicherungsbeiträge bei 40% „stabilisiert“ werden. Dies soll jedenfalls bis zum Jahr 2021 aus Haushaltsmitteln gedeckt werden.
Re-Start nach InsolvenzDamit im Falle einer Insolvenz Betroffene einen Wiederanfang wagen, soll das Entschuldungsverfahren für Privatpersonen auf 3 Jahre verkürzt werden.
Bei Firmeninsolvenzen, soll ein Restrukturierungsverfahren eingeführt werden, welches einem Insolvenzverfahren vorgeschatet wird. Ziel ist es, diese Firmen zu retten.

Autor: Carsten Rengert

gastrokonzept,Marketing in der Hotellerie und Gastronomie

Crowdfunding als Alternative

, , ,

Die Hausbanken sagen ja ganz gerne mal „Nein“ zu Finanzierungsanfragen. Eine mögliche Alternative ist das sogenannte „Crowdfunding“. Doch was steckt dahinter?

Alternative Finanzierungen gibt es ja viele. Zeit , dass wir uns mal mit einigen Varianten auseinander setzen. Crowdfunding ist eine davon.

Grundsätzlich setzt sich der Begriff aus Crowd (Menge) und Funding (Finanzierung) zusammen. Auf gut deutsch heißt es also, viele finanzieren eine Sache.

Gerade in Zeiten von Corona hat sich der Verkauf von Gutscheinen für die Gastro durchgesetzt. Auch wurden Spenden gesammelt. Dies ist schon sehr nahe am Crowdfunding.

Bei dieser Form der Finanzierung werden also Gelder von vielen Unterstützern gesammelt, um damit ein bestimmtes Vorhaben zu finanzieren.

Belohnt werden die Geldgeber mit bestimmten Aktionen oder Vergünstigungen. Eine Möglichkeit, die es zu überdenken gilt.

Ist mein Projekt für eine „Schwarmfinanzierung“ geeignet?

Als erstes solltest Du überprüfen, ob Du viele Menschen mit Deinem Projekt begeistern kannst. Logisch – ohne Begeisterung kein Geld.

Wichtig ist, dass der Nutzen für den Geldgeber klar erkennbar ist. Auch sollte Dein Vorhaben ein deutliches Alleinstellungsmerkmal haben und Du musst personell und fachlich in der Lage sein es umzusetzen.

Dazu ist es notwendig, Deinen genauen Finanzierungsbedarf zu kennen. Gerne können wir Dir helfen, diesen zu errechnen. Du erreichst uns unter https://www.gastro-piraten.de/kontakt/.

Deinen Unterstützern solltest Du auch deutlich sagen, wofür Du genau die Gelder verwendest und sie ständig darüber informieren.

Socialmedia ist dafür Bestens geeignet. Du solltest also fit mit Facebook, Instagram und Co. sein.

Denke bitte vorher daran, welche Rechte und Vorteile Du den Geldgebern einräumen willst. Autor: Carsten Rengert

Banken und Ihre Sicherheiten – Heute die Bürgschaft

, , , , ,

Das Banken Sicherheiten wollen ist nicht wirklich neu. Das sie es trotz Corona-Krise wollen ist auch nicht ungewöhnlich. Oft ist die Rede von einer Bürgschaft. Doch was für Varianten einer Bürgschaft gibt es denn? Hier nun ein weiterer Artikel aus der Serie „Bank-Deutsch; Deutsch-Bank“

„Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
Möros, den Dolch im Gewande;
Ihn schlugen die Häscher in Bande.“

So schrieb es Schiller in seiner Ballade „Die Bürgschaft“ – und so ähnlich kommt sich mancher Gastronom vor, wenn er mit seiner Hausbank redet.

Wir haben hier für Euch die gängisten Bürgschaftsformen zusammengetragen.

Zeitbürgschaft

Diese Bürgschaft gilt nur für einen begrenzten Zeitraum.

Höchstbetragsbürgschaft

Hier steht genau drin, bis zu welchem Teilbetrag der Bürge (also in der Regel Du, bei einem Kredit für Deinen Betrieb) haftet.

Ausfallbürgschaft

Die Bürgen werden erst zu Zahlung herangezogen, wenn der Geldgeber erfolglos versucht hat, sein Geld direkt vom Schuldner zu bekommen.

Mitbürgschaft

Mehrere Bürgen haften für den Kredit gemeinsam und jeder in voller Höhe. Die Bank kann sich also aussuchen, welchen Bürgen sie zur Kasse bittet.

Globalbürgschaft

Du haftest als Bürge nicht nur für einen bestimmten Kredit. Du haftest für alle aktuellen und zukünftigen Schulden.

Teilbürgschaft

Es gibt mehrere Bürgen und jeder haftet nur für einen Teil des Kredites.

Selbstschuldnerische Bürgschaft

Der Bürge verzichtet auf die sogenannte „Einrede der Vorausklage“. Zu deutsch, er kann in Anspruch genommen werden, ohne das die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens feststeht. Diesen Bürgschaftstypen kann man sich gut merken weil: selbst Schuld wenn man sowas unterschreibt.

Bürgschaft auf erstes Anfordern

Der Bürge verpflichtet sich zur Zahlung, sobald die Bank das verlangt, und unabhängig davon, ob das Unternehmen zahlungsunfähig ist oder nicht.

„Bürgen muss man würgen.“

Diesen Satz lernt man relativ früh in der Bankausbildung. Worauf Du achten solltest, wenn die Bank von Dir eine Bürgschft verlangt, verraten wir Dir hier. Schließlich willst Du ja nicht gewürgt werden.

  • Begrenze Deine Bürgschaft auf einen bestimmten Betrag.
  • Stelle die bereits geleisteten Sicherheiten gegenüber bzw. überlege welche Alternativen Du anbieten kannst.
  • Lege den Fristablauf der Bürgschaft auf einen Zeitpunkt, an dem eine neue BWA / Bilanz vorliegt.
  • Gehe Bürgschaften nur für ganz genau definierte Forderungen ein. Halte diese im Vertrag fest.
  • Hab ein Auge darauf, dass Du bei Fälligkeit bzw. Erledigung eine Urkunde darüber bekommst.
  • Solltest Du als Bürge zahlen müssen, suche mit der Bank gemeinsam nach Lösungen. Lass dabei auch evtl. vorhandene andere Sicherheiten nicht ausser acht.
  • Versuche andere Sicherheiten zu bieten.
  • Vermeide Gesamtbürgschaften.
  • Versuche die Laufzeit der Bürgschaft zu befristen.

Sicherlich ist es nicht immer möglich, um eine Bürgschaft umhin zu kommen, trotzdem lass Dich vorher beraten.

Solltest Du dazu Fragen haben helfen wir Dir gerne weiter. Nimm mit uns Kontakt https://www.gastro-piraten.de/kontakt/ auf. Autor: Carsten Rengert

Lohnbuchhaltung für Hotel und Gastronomie

Finetrading, oder wie finanziere ich meine Waren ohne Hausbank?

, ,

Momentan ist es schwer. Keine Umsätze – keine Einnahmen. Jetzt soll wieder geöffnet werden und ich muss mein Warenlager komplett bezahlen. Für einige von Euch kann das schwer werden. Die Hausbanken sind momentan, sagen wir mal, sehr zurückhaltend mit Krediten. Eine Möglickeit trotzdem an die Waren zu kommen, kann das sogenannte Finetrading sein. Dies ist eine Finanzierung ohne Hausbank.

Ein Hinweis in eigener Sache: Wir sind keine „Finetrader“ und bieten sowas auch nicht an. Wir wollen nur über Finanzierungsmöglichkeiten aufklären!

Ergibt das Sinn für mich?

Nunja, pauschal kann man das nicht beantworten. Aber schau mal selbst und rede mit Deinem Steuerberater. Hier sind einige Einsatzmöglichkeiten aufgelistet.

Wenn Du allgemeine Fragen dazu hast, nimm gerne mit uns Kontakt auf. https://www.gastro-piraten.de/kontakt/

Du hast ein Saisongeschäft? Dann brauchst Du nur zu bestimmten Zeiten große Mengen an Waren.

Du musst fast Dein komplettes Warenlager neu auffüllen?

Mittels der vorgestellten Variante kannst Du die benötigte Ware bestellen, ohne Deine Liquidität sofort zu sehr zu belasten.

Du möchtest Preisschwankungen ausnutzen?

Dann bezahlst Du durch Finetrading erst, wenn Geld (hoffentlich) zurückgeflossen ist.

Du möchtest expandieren und brauchst schnell mal flüssige Mittel?

Hiermit kannst Du kurzfristig vorfinanzieren.

Du kannst keine Sicherheiten mehr stellen?

Diese brauchst Du hier nicht.

Doch wie soll das genau funktionieren?

Schritt 1. Der Rahmenvertrag

Es gibt sogenannte Finetrader. Vereinfacht ausgedrückt sind das sowas wie Zwischenhändler. Mit diesem kannst Du eine Kreditlinie (ähnlich wie bei Deinem Dispo) vereinbaren. Den nimmst Du so in Anspruch, wie Du es brauchst. So wie bei Deinem Dispo. Ja, dabei fallen natürlich auch Gebühren an. Auch wie bei Deinem Dispo – nur günstiger als bei unseren Freunden, den Banken. In diesem Rahmenvertrag wird ein Zahlungsziel mit Dir vereinbahrt.

Schritt 2. Die Bestellung

Jetzt fängt es an, spannend zu werden. Nicht Du, sondern der Zwischenhändler (Finetrader) bestellt die Ware bei Deinem Lieferanten. Natürlich so, wie Du es beauftragt hast.

Schritt 3. Die Lieferung

Dein Lieferant bringt die Ware zu Dir. Also alles wie immer.

Schritt 4. Die Rechnung (also die Erste)

Dein Lieferant stellt dem Zwischenhändler die Rechnung. Nicht Dir.

Schritt 5. Die Sofortzahlung

Nachdem Du die Waren kontrolliert und angenommen hast, zahlt der Zwischenhändler an Deinen Lieferanten. Und das sofort. Dadurch wird ein Skonto genutzt. Auch einer der Gründe, warum diese Variante sehr oft günstiger als ein Dispo bei der Hausbank sein kann.

Schritt 6. Die Rechnung (also die Zweite)

Der Zwischenhändler berechnet Dir den vorgestreckten Betrag. Hierbei sind Zahlungsziele von bis zu 120 Tagen möglich. Hinzu kommen noch die vereinbarten Gebühren. Keine Angst, dazu schreibe ich auch gleich was.

Durch dieses stark verlängerte Zahlungsziel hast Du die Möglichkeit ersteinmal Umsätze (mit der richtigen Kalkulation sogar Gewinne) zu erirtschaften, bevor Du selber zahlen musst.

Schritt 7. Überweisung

Du bezahlst die Rechnung an den Zwischenhändler (Finetrader).

Die Kosten des Finetrading

Es gibt mehrere Faktoren, von denen die Kosten abhängig sind.

  • Deine Bonität
  • Höhe des ausgehandelten Skontos
  • Deine gesamte Einkaufsmenge
  • Art der Ware, die bezahlt wird
  • Dauer der Vorfinazierung

Es kommt vor, dass die Kosten höher sind als ein Bankkredit. Allerdings bekommst Du einen zusätzlichen Spielraum für Deine Finanzen und es entfallen die banküblichen Sicherheiten.

Ob diese Modell für Dich sinnvoll ist oder nicht, musst Du Dir selbst ausrechnen. Es ist in jedem Fall angeraten, mit deinem Steuerberter vorher zu sprechen und genau zu rechnen.

Autor: Carsten Rengert

Buchhaltung für Hotellerie und Gastronomie

Liquiditätshilfe vom Finanzamt?!?

, , ,

„Gibts ja gar nicht.“ „Gibts ja wohl“

Angesichts der aktuellen Situation sind schnell wirksame Liquiditätshilfen die erste Wahl. Besonders praktisch ist es, wenn diese Liquiditätshilfe vom Finanzamt kommt.

Wenn ein Unternehmen, in diesem Jahr aufgrund von Corona mit einem Verlust rechnet, kann es sich pauschal nachträglich die für 2019 gezahlen Vorauszahlungen für Einkommensteuer bzw. Körperschaftssteuer erstatten lassen. (BMF, Schreiben vom 24.04.2020, Az. IV C 8 – S2225/20/10003:010

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Einkommensteuer/2020-04-24-Corona-Sofortmassnahme-Antrag-auf-pauschalierte-Herabsetzung-bereits-geleisteter-Vorauszahlungen-fuer-2019.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Bitte beachte, dass dieser Artikel nicht den Gang zu einem Steuerberater eretzt. Dies ist keine Steuer- und / oder Rechtsberatung.

Doch zu den Fakten.

Mal angenommen, in diesem Jahr (2020) verursacht Dein Betrieb (Coronabedingt) Verluste, dann kannst Du diese mit den geleisteten Vorauszahlungen zur Einkommen- bzw Körperschaftssteuer verrechen.

Dies geht auch, wenn der Veranlagungszeitraum 2019 noch nicht veranlagt wurde und die Verluste für dieses Jhar (2020) noch gar nicht feststehen oder nachgewiesen sind. Logisch – das geht ja auch noch nicht.

Es ist zugelassen, den Verlustrücktrag pauschal zu ermitteln.

Dies ist davon unabhängig, ob Du wieder öffnest oder weiter geschlossen lassen musst.

Desweiteren musst Du Dir keine Gedanlen machen, dass Du Dir eventuell einen höheren rücktragstfähigen Verlust verbaust.

Ein Überblick über die veränderte Verlustrechnung

Antragsberechtigung:

Einkommensteuer- oder Körperschaftsteuerpfllichtige Personen, die im Laufe des Jahres 2020 Einkünfte im Sinne von §2 Abs. 1 Nr. 1,2,3 oder 6 EStG. Das sind Gewinneinkünfte oder Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Der pauschal ermittelte Verlustrücktrag aus 2020 kann auch dann genutzt werden, wenn Du auch ander Einkünfte erzielst.

Antrag:

Am Besten online beim Finanzamt über Elster. Diesen findest Du, wenn Du nach „pauschal ermittelten Verlustrücktrag aus 2020“ suchst.

Corona:

Du musst „von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich negativ betroffen sein“.

Davon geht das Finanzamt aus, wenn:

  • die Vorauszahlung für 2020 „auf Null“ herabgesetzt wurde und
  • Du versicherst, dass Du für den Veranlagungszeitraum 2020 aufgrund der Corona-Krise einen nicht unerheblichen Verlust erwartest.

Bitte sprich unbedingt mit Deinem Steuerberater!

Höhe des pauschal ermittelten Verlustrücktrages aus 2020

Er beträgt 15% des Saldos der Gewinneinkünfte und / oder Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, die die Grundlage für die Festsetzung der Vorauszahlungen für 2019 bilden. Maximal 1 Mio €, bei Zusammenveranlagung 2 Mio. €.

Dies ist die Grundlage, auf der die Vorauszahlungen für 2019 neu berechnet werden. Eine Überzahlung wird erstattet.

Achtung: Solltest Du in 2020 doch einen Gewinn erzeilen, wird die bis dahin gestundete Nachzahlung für 2019 fällig. Um diese Zahlung zu leistenhast Du bis zu einen Monat nach Zugang des Steuerbescheides 2020 Zeit.

Auch möglich ist folgendes: Aus der Veranlagung für 2020 ergibt sich ein Verlustrücktrag nach 2019, die Steuerminderung ist jedoch wegen der entsprechenden nderung der Veranlagung für 2019 aber geringer als der bisher gestundete Betrag. Auch in diesem Fall hast Du für die Nachzahlung für 2019 bis zu einem Monat nach Zugang des berichtigten Steuerbescheids 2019 Zeit.

Solltest Du Fragen dazu haben, nimm gerne mit uns Kontakt auf. https://www.gastro-piraten.de/kontakt/

Autor: Carsten Rengert

rechtsform für restaurant,

Maßnahmenkatalog der Bundesregierung (01.04.2020)

, , , ,

Hier nochmal ein Überblick über den Maßnahmenkatalog der Bundesregierung

Der Maßnahmenkatalog der Bundesregierung liegt uns vor und wir versuchen hier, möglichst Übersichtlich darüber zu informieren

Zuschüsse für Kleinstunternehmen und Solo-Selbständige:

Wer hat Anspruch auf einen Zuschuss? Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten (Vollzeitäquivalenz): einmaliger Zuschuss von bis zu 9.000 Euro für drei Monate, gegebenenfalls zwei weitere Monate.
Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten (Vollzeitäquivalenz): einmaliger Zuschuss von bis zu 15.000 Euro für drei Monate, gegebenenfalls zwei weitere Monate.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesfinanzministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums.

Wie lange gibt es die Zuschüsse?
Drei Monate.
Verlängerung um weitere zwei Monate, wenn der Vermieter die Miete um 20 Prozent reduziert.
Was sind die Voraussetzungen?
Wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge der Coronavirus-Krise.
Das Unternehmen darf vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein.
Schadenseintritt nach dem 11. März 2020.
Prviates Vermögen muss dafür nicht angetastet werden.
Wie und wo können Betroffene Anträge stellen?
Bei Ländern und Kommunen.
Möglichst elektronisch.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesfinanzministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums.

Wie werden die Zuschüsse angerechnet?
Die Zuschüsse werden mit anderen Beihilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie kumuliert, eventuell auch mit bestehenden de-minimis-Beihilfen.

Bei Steuerveranlagung für Einkommen- oder Körperschaftsteuer im kommenden Jahr werden die Zuschüsse gewinnbringend berücksichtigt.

Steuerliche Hilfsmaßnahmen:

Wer kann die steuerlichen Hilfsmaßnahmen in Anspruch nehmen?
Unmittelbar vom Coronavirus betroffene Unternehmen.
Welche steuerlichen Erleichterungen sind vorgesehen?
Stundung von Steuerschulden aus der Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie der Umsatzsteuer bis Ende 2020.
Anpassung von Steuervorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftssteuer.
Anpassung des Messbetrages für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen.
Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie der Umsatzsteuer.

LG Carsten