Gewinn steigern Gastronomie
Gewinn steigern in der Gastronomie: Die 3 Hebel, die aus 8 Prozent plötzlich 15 machen
Er macht 800.000 Euro Umsatz. Im Jahr. Sein Team ist eingespielt, die Gäste kommen, die Bewertungen stimmen. Doch wie kann man den Gewinn steigern in der Gastronomie?
Dann kommt der Steuerberater. Und der sagt: 8 Prozent. 64.000 Euro Gewinn vor Steuern. Nach allem, was du gegeben hast.
Dieser Mann schleppt seine Gastronomie seit dreizehn Jahren. Er hat Urlaube nicht genommen, Wochenenden nicht gesehen, Krankheiten weggeatmet. Und am Ende bleibt weniger als ein mittlerer Angestelltengehalt übrig.
Das ist keine Ausnahme. Das ist der Alltag in der deutschen Gastronomie.
Wir sehen das in unserer Beratung immer wieder: Betriebe, die funktionieren, aber nicht wirklich verdienen. Betriebe, die rennen, ohne voranzukommen. Und Betriebe, die kurz vor der Aufgabe stehen, weil ihnen niemand je gezeigt hat, wo der echte Hebel liegt.
Dieser Artikel zeigt dir, welche drei Stellschrauben den Unterschied machen. Nicht irgendwelche Theorie-Konstrukte. Konkrete Hebel, die wir mit mehr als 5.600 Betrieben im DACH-Raum getestet, gemessen und verfeinert haben. Mit echten Zahlen. Mit Betrieben, die kurz vor der Insolvenz standen und heute schwarze Zahlen schreiben.
| 🏫 Hospitality Business School (HBS) |
| Jeden Montag von 10 bis 11 Uhr diskutieren Gastronomen und Hoteliers mit uns live die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Fragen. Das Thema Gewinn steigern ist eines der am häufigsten nachgefragten. |
| Direkt einen Termin buchen oder in den Verteiler eintragen lassen: Jetzt kostenloses Erstgespräch vereinbaren |
Warum 7 bis 10 Prozent Gewinn in der Gastronomie oft die Grenze zum Desaster sind
Die durchschnittliche Umsatzrendite in der deutschen Gastronomie liegt bei 3 bis 5 Prozent, wie der DEHOGA Bundesverband regelmäßig dokumentiert. Wer 7 bis 10 Prozent erzielt, gilt schon als erfolgreicher Betrieb.
Schauen wir uns das mal ehrlich an.
Ein inhabergeführtes Restaurant mit 400.000 Euro Jahresumsatz und 8 Prozent Rendite macht 32.000 Euro Gewinn vor Steuern. Nach Einkommensteuer und privater Krankenversicherung bleiben vielleicht 1.800 Euro im Monat. Das haben wir in unserem Artikel zum Gastronom-Gehalt mit konkreten Zahlen durchgerechnet.
1.800 Euro. Für jemanden, der 60 bis 70 Stunden pro Woche arbeitet. Kein Puffer. Keine Altersvorsorge. Kein Spielraum. Eine kaputte Spülmaschine, ein Monat mit schlechtem Wetter, eine Gastroenteritis-Welle im Team, und die ganze Kalkulation fällt auseinander.
Was wir mit unseren Mandanten anstreben, sind 12 bis 18 Prozent. Nicht als Wunschdenken. Als erreichbares Ziel, wenn die drei richtigen Hebel konsequent bedient werden. Der Unterschied zwischen 8 und 15 Prozent Rendite bei 400.000 Euro Umsatz: 28.000 Euro mehr pro Jahr. Das ist keine Kleinigkeit.
| ⚠️ Die stille Katastrophe |
| Viele Gastronomen realisieren die Schieflage erst, wenn der Kontokorrentkredit ausgeschöpft ist. Zu diesem Zeitpunkt ist die Handlungsfähigkeit massiv eingeschränkt. Wer früh ansetzt, hat die größeren Hebel. |
Hebel 1: Kostenkontrolle, die wirklich greift
Was die meisten Gastronomen unter Kosten verstehen und was wirklich gemeint ist
Kostenkontrolle heißt nicht: billigere Produkte kaufen. Es heißt nicht: dem Koch sagen, er soll weniger Butter verwenden. Und es heißt erst recht nicht, das Personal weiter auszudünnen.
Kostenkontrolle heißt: verstehen, wo das Geld hinfließt. Und dann systematisch dafür sorgen, dass es dort hingeht, wo es Wirkung hat. Die beiden wichtigsten Stellschrauben sind Wareneinsatzquote und Prime Cost. Was Wareneinsatz wirklich bedeutet und wie er korrekt berechnet wird haben wir in einem eigenen Artikel aufgedröselt.
| 💡 Die zwei Kennzahlen, die du täglich kennen musst: |
| Wareneinsatzquote: Anteil der Rohstoffkosten am Nettoumsatz. Richtwert Küche: 28 bis 33 Prozent. Getränke: 18 bis 25 Prozent. |
| Prime Cost: Wareneinsatz plus Personalkosten im Verhältnis zum Umsatz. Sollte 60 bis 65 Prozent nicht überschreiten. Wer darüber liegt, hat ein systemisches Problem. |
Wo das Geld wirklich verschwindet
In der Praxis verlieren Betriebe Marge an drei Stellen, die kaum jemand möchte.
- Schwund und unkontrollierte Entnahme: In vielen Küchen fehlt ein Rezepturstandard. Jeder Koch portioniert nach Gefühl. Bei 50 Euro Wareneinsatz pro Tag und 2 Euro Abweichung sind das 730 Euro im Jahr pro Mitarbeiter. Bei einem Team von sechs: 4.380 Euro verschwunden.
- Lieferantenpreise, die niemand prüft: In unserer Beratung erleben wir es regelmäßig. Derselbe Betrieb zahlt für die gleiche Ware seit drei Jahren 12 Prozent mehr, weil niemand je nachverhandelt hat. Kein schlechter Lieferant. Nur kein Druck.
- Bestellungen ohne Inventur: Wer nicht weiß, was er hat, kauft, was er zu haben glaubt. Das Ergebnis sind Überbestände, Verderbnis und Liquiditätsverlust gleichzeitig.
- Fehlkalkulierte Portionsgrößen: Eine Portion 30 Gramm zu groß bei 300 Portionen Hauptgericht pro Woche macht bei einem Fleischpreis von 25 Euro pro Kilo 225 Euro Verlust. Pro Woche. 11.700 Euro im Jahr.
Wir sehen das in unserer Beratung zu oft: Betriebe mit hervorragendem Konzept und loyalen Gästen, die trotzdem kein Geld verdienen, weil die Kostenstruktur nie systematisch analysiert wurde. Nicht aus Unwissen. Sondern weil das Tagesgeschäft immer wichtiger erschien.
| 📋 Fallbeispiel: Landgasthof im Sauerland |
| Ein inhabergeführter Landgasthof mit rund 1,1 Millionen Euro Jahresumsatz. Drei Generationen. 22 Mitarbeiter. Gute Auslastung. Und dennoch: am Ende des Jahres blieb weniger übrig als geplant, Monat für Monat. Der Inhaber war kurz davor, zwei Stellen zu kündigen. |
| Was wir beim ersten Beratungsgespräch gefunden haben: |
| • Wareneinsatzquote Küche: 38,4 Prozent. Richtwert war 31 Prozent. |
| • Kein schriftlicher Rezepturstandard. Vier Köche, vier Portionsgrößen. |
| • Lieferantenverträge seit fünf Jahren nicht nachverhandelt. |
| • Monatliche Inventur: nicht vorhanden. |
| Was wir in 90 Tagen umgesetzt haben: |
| Standardrezepturen eingeführt, wöchentliche Inventur etabliert, drei Lieferantengespräche geführt. |
| Ergebnis nach sechs Monaten: |
| Wareneinsatzquote auf 31,8 Prozent gesenkt. Das entspricht bei diesem Umsatzvolumen rund 71.500 Euro mehr Deckungsbeitrag pro Jahr. Die zwei Kündigungen wurden zurückgezogen. |
| Name und Ort wurden aus Datenschutzgründen anonymisiert. Der geschilderte Fall basiert auf einer echten Beratungssituation der Gastro Piraten. |
Wer nicht nur Kosten kennen, sondern wirklich steuern möchte, braucht eine Buchhaltungsstruktur, die Gastro-spezifisch aufgebaut ist. Was das bedeutet, erklären wir auf unserer Buchhaltungsseite.
Hebel 2: Mehr Umsatz, aber nur der richtige
Warum mehr Umsätze dein Problem verschlimmern können
Das ist einer der gefährlichsten Irrtümer in der Gastronomie: mehr Gäste, mehr Umsatz, mehr Gewinn. Klingt logisch. Stimmt aber oft nicht.
Wenn ein Restaurant seine Auslastung steigert, aber dabei die falschen Gerichte verkauft, verkauft es sich arm. Mehr Stress, mehr Personalaufwand, mehr Verbrauch. Und der Deckungsbeitrag bleibt gleich oder fällt sogar.
Starke Betriebe verkaufen nicht mehr. Sie verkaufen besser. Das Instrument dafür heißt Menu Engineering. Und es ist eines der effektivsten Werkzeuge, die wir in der Beratung einsetzen.
Was Menu Engineering wirklich bedeutet
Beim Menu Engineering werden alle Speisen und Getränke nach zwei Kriterien bewertet: Beliebtheit und Profitabilität. Das Ergebnis ist eine Vier-Felder-Matrix. Wir nennen die Kategorien Stars, Sleepers, Plow Horses und Dogs. Eine vertiefte Erklärung der Kalkulationslogik dahinter findest du in unserem Artikel zur Deckungsbeitragskalkulation.
- Stars: Beliebt und profitabel. Diese Gerichte sind dein Kapital. Platziere sie prominent, sprich sie aktiv an, bilde dein Team darauf aus.
- Sleepers: Profitabel, aber selten bestellt. Oft ein Kommunikations- oder Platzierproblem. Hier steckt verstecktes Potenzial.
- Plow Horses: Beliebt, aber geringer Deckungsbeitrag. Diese Gerichte generieren Frequenz, kosten aber Marge. Preis prüfen oder Rezeptur überarbeiten.
- Dogs: Weder beliebt noch profitabel. Raus. Oder grundlegend umbauen. Jedes Dog auf der Karte kostet Platz, Denkkraft und Beschaffungsaufwand.
Upselling ist kein Trick, sondern gute Gastfreundschaft
80 Gäste am Abend. Jeder hätte bereitwillig 3 Euro mehr ausgegeben, für ein Dessert, einen Digestif, eine zweite Flasche Wasser. Niemand hat gefragt. 240 Euro Tagesumsatz liegen gelassen. Bei 200 Abendservices im Jahr: 48.000 Euro. Nicht durch mehr Gäste, nicht durch höhere Preise. Sondern durch eine einzige Frage, die niemand gestellt hat. In unserem Artikel zum Upselling in der Gastronomie zeigen wir, wie du dein Team darauf trainierst.
Wir sehen das in unserer Beratung immer wieder: Die ertragsstärksten Betriebe sind nicht die mit dem höchsten Umsatz. Sie sind die mit dem höchsten Bon und der saubersten Karte. Weniger Positionen, schärfere Kalkulation, aktiver Verkauf.
| 📋 Fallbeispiel: Stadtrestaurant in Leipzig |
| Ein inhabergeführtes Stadtrestaurant, 65 Plätze, gehobene Bistro-Küche. Der Betrieb lief gut, volle Abende, solide Bewertungen. Aber das Jahresergebnis war enttäuschend: 6,8 Prozent Umsatzrendite bei 520.000 Euro Jahresumsatz. Der Inhaber wollte über Preiserhöhungen nachdenken. |
| Was die Speisekarten-Analyse ergeben hat: |
| • 14 von 28 Hauptgerichten hatten einen Deckungsbeitrag unter 6 Euro netto. |
| • Das meistbestellte Gericht war ein Plow Horse: hohe Frequenz, niedriger DB. |
| • Zwei Sleeper-Gerichte mit DB über 11 Euro wurden nie aktiv empfohlen. |
| • Das Team hatte kein Training im Umgang mit der Karte. |
| Was wir gemacht haben: |
| Karte auf 21 Positionen gekürzt, die zwei Sleeper wurden aktiv ins Tagesgespräch gebracht, zweitägiges Upselling-Training für das Serviceteam. |
| Ergebnis nach vier Monaten: |
| Durchschnittlicher Bon: von 26,40 auf 31,10 Euro gestiegen (+17,8 Prozent). Umsatzrendite: von 6,8 auf 11,3 Prozent. Ohne einen einzigen neuen Gast. |
| Name und Ort wurden aus Datenschutzgründen anonymisiert. Der geschilderte Fall basiert auf einer echten Beratungssituation der Gastro Piraten. |
| 💡 Sofortmaßnahme für diese Woche: |
| Nimm deine aktuelle Speisekarte. Markiere jedes Gericht mit dem tatsächlichen Deckungsbeitrag in Euro. Zahl die Bestellungen der letzten vier Wochen. Schreibe DB und Häufigkeit nebeneinander. Dann siehst du sofort, wer deine Stars sind und wer dich Geld kostet. |
Hebel 3: Umsetzung schlägt Wissen, immer
Warum das größte Risiko nicht Unwissenheit ist
Hier wird es unangenehm. Denn dieser Hebel ist nicht Kalkulation. Nicht Einkauf. Nicht Karte.
Dieser Hebel bist du.
Die meisten Gastronomen wissen längst, was besser laufen müsste. Neue Preise. Bessere Karte. Klarere Abläufe. Aktive Zusatzverkäufe. Kennzahlen im Blick. Lieferantenverträge prüfen.
Dann kommt der nächste Dienst. Personal fällt aus. Der Lieferant liefert die falsche Ware. Gäste warten. Und alles bleibt wie es war.
Nicht weil du keine Ahnung hast. Sondern weil das Tagesgeschäft dir jeden Ansatz zerreibt.
Das ist das eigentliche Problem der Gastronomie in Deutschland. Nicht Wissensdefizit. Systemdefizit. Es gibt kein System, das die Umsetzung von dem trennt, der gleichzeitig sprich: in der Gastronomie die operativen Abläufe trägt. Und ohne System bleibt auch das beste Wissen Theorie.
Was ein Umsetzungssystem konkret bedeutet
Es geht nicht darum, alles auf einmal zu verändern. Das scheitert immer.
Es geht darum, pro Quartal einen Hebel anzusetzen. Konsequent. Dokumentiert. Messbar.
- Quartal 1: Wareneinsatz messen, Rezepturen standardisieren, Inventur einführen.
- Quartal 2: Menu Engineering durchführen, Karte überarbeiten, Team trainieren.
- Quartal 3: Lieferantenverträge neu verhandeln, Prime Cost wöchentlich tracken.
- Quartal 4: Ergebnis messen, systemisch festigen, nächsten Hebel setzen.
Wer das konsequent durchzieht, kann nach einem Jahr auf eine Rendite von 12 bis 15 Prozent kommen. Das ist kein Versprechen. Das sind Ergebnisse, die wir mit echten Betrieben in unserer Gastronomieberatungerreicht haben. Wenn du wissen willst, wo bei dir die größten Hebel liegen: kostenloses Erstgespräch buchen.
| 📋 Fallbeispiel: Café-Restaurant in Bremen, kurz vor dem Ende |
| Ein inhabergeführtes Café-Restaurant, 40 Plätze, Frühstück und Mittagsgeschäft. Der Inhaber hatte alles versucht: neue Karte, neue Social-Media-Präsenz, Aktionen, Rabatte. Sein Steuerberater hatte ihm bereits gesagt, dass der Betrieb in seiner aktuellen Form nicht überlebensfähig sei. Er hatte drei Monate Puffer. Dann wäre Insolvenz das Thema gewesen. |
| Wir kamen in der sechsten Woche des dritten Monats dazu. |
| Was wir gefunden haben: |
| • Wareneinsatz: 41 Prozent. Kein Standard. Kein Controlling. |
| • Sieben Gerichte auf der Karte, die zusammen weniger als 8 Prozent der Bestellungen ausmachten. |
| • Der Inhaber hatte sich in 18 Monaten keinen einzigen Tag frei genommen. |
| • Kein System. Nur Reaktion. |
| Was wir in drei Wochen umgesetzt haben: |
| Karte auf 14 Kernpositionen reduziert. Wareneinsatz täglich erfasst. Mittagsangebot auf drei Fixed-Price-Menüs konsolidiert. Eine Stunde täglich für Betriebsführung reserviert. |
| Ergebnis nach zwei Monaten: |
| Erstmals seit über einem Jahr durchgehend positive Monatsergebnisse. Wareneinsatz auf 31 Prozent gesenkt. Der Betrieb läuft heute im dritten Jahr nach der Sanierung mit einer Umsatzrendite von 13,4 Prozent. |
| Der Inhaber heute: „Ch ich hab das Gleiche gemacht wie vorher. Nur mit System.“ |
| Name und Ort wurden aus Datenschutzgründen anonymisiert. Der geschilderte Fall basiert auf einer echten Beratungssituation der Gastro Piraten. |
Wir sehen das in unserer Beratung immer wieder: Betriebe, die kurz vor dem Ende standen und heute zu den stabilsten ihrer Region gehören. Der Unterschied ist nie ein großer geheimer Trick. Es ist die Bereitschaft, ein System einzuführen und durchzuhalten.
| ⚠️ Das ehrliche Signal: |
| Wenn du diesen Artikel liest und denkst, „stimmt alles, ich mache das nachste Woche“, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass nächste Woche der gleiche Dienst wartet wie heute. Und übernächste Woche. Das ist kein Vorwurf. Das ist Gastronomie. Genau deshalb arbeiten wir mit Betrieben, die sagen: ich will das jetzt mit jemandem durchziehen, der mir dabei nicht entkommt. |
Wie kann ein Gastronom seinen Gewinn konkret steigern?
Eine direkte Antwort auf diese Frage: Es gibt drei nachweisbare Hebel, mit denen inhabergeführte Gastronomiebetriebe ihre Umsatzrendite von 7 bis 10 Prozent auf 12 bis 15 Prozent steigern können. Erstens: Kostenkontrolle durch Wareneinsatzquoten-Steuerung, Rezepturstandards und aktive Lieferantenverhandlungen. Wer seine Wareneinsatzquote um 5 bis 7 Prozentpunkte senkt, verbessert seinen Deckungsbeitrag bei 500.000 Euro Umsatz um 25.000 bis 35.000 Euro jährlich. Zweitens: ertragsstarker Umsatz durch Menu Engineering, Kartenverschlankung und Upselling-Training. Betriebe, die ihren Durchschnittsbon um 3 bis 5 Euro steigern, erzielen bei 150 Gästen pro Tag und 200 Serviertagen 90.000 bis 150.000 Euro Mehrumsatz, ohne einen einzigen neuen Gast. Drittens: systemische Umsetzung, also ein Quartalssystem mit klaren Prioritäten, Messbarkeit und externem Korrektiv. Diese drei Hebel sind voneinander abhängig: Wer nur an Kosten arbeitet, ohne Umsatz zu qualifizieren, lässt Potenzial liegen. Wer Umsatz steigert, ohne Kosten zu steuern, arbeitet gegen sich. Und wer beides weiß, aber nicht umsetzt, verändert nichts. Die Kombination der drei Hebel ist, was in unserer Beratung dauerhaft Wirkung zeigt.
Was passiert, wenn du diesen Artikel jetzt schließt und nichts änderst
Ich sage dir, was passiert. Nichts. Erst mal.
Nächster Monat: wieder 8 Prozent. Oder 7. Oder 6,5, weil die Energiekosten gestiegen sind oder ein Mitarbeiter krank wurde.
In sechs Monaten: das leise Gefühl, dass sich irgendwas ändern müsste. Vielleicht ein neues Konzept. Vielleicht eine neue Karte. Vielleicht ein Social-Media-Profil.
In zwölf Monaten: der Steuerberater rechnet dir vor, was übrig geblieben ist. Und du sitzt da und sagst, genau das gleiche wie jetzt: „Nächstes Jahr wird besser.“
Das ist kein Angriff. Das ist die Realität vieler Betriebe, die wir kennen. Gastronomen, die brillant sind. Die kochen können. Die Gäste begeistern. Und die trotzdem Jahr für Jahr das Gleiche verdienen.
Der Unterschied zu den Betrieben, die wirklich vorankommen, ist nicht Talent. Nicht Lage. Nicht Konzept. Es ist die Entscheidung, jetzt anzufangen. Mit einem System. Mit einem Hebel. Mit jemandem, der dir dabei nicht entkommt.
| 🎯 Bereit für den nächsten Schritt? |
| Wir analysieren deine drei Hebel, rechnen dir das Potenzial in Euro aus und zeigen dir, was in deinem Betrieb innerhalb von 90 Tagen möglich ist. |
| » Jetzt kostenloses Erstgespräch buchen « |
| Ü ber den Autor René Kaplick hat Gastronomie nicht studiert. Er ist darin aufgewachsen. Mit zehn Jahren hat er das erste Bier gezapft, neben seinen Eltern, für echte Gäste. Was folgte: Kochausbildung, Stationen in der Sternegastronomie (u. a. First Floor Berlin, Michelin-Stern), Handelsfachwirt, über 5.600 beratene Betriebe im DACH-Raum seit 2010. Die Fragen, die er stellt, hat er selbst durchgelebt. Gastro Piraten: KfW- und BAFA-akkreditiert, DEHOGA-Partner Berlin/Brandenburg. |
| 🏫 Hospitality Business School, jeden Montag 10 bis 11 Uhr |
| Genau diese drei Hebel besprechen wir regelmäßig in unserer wöchentlichen Live-Session. Gastronomen aus dem ganzen DACH-Raum tauschen sich aus, rechnen gemeinsam und nehmen konkrete Aufgaben mit. |
| Einfach einen Termin buchen oder direkt im Kontaktformular eintragen: Jetzt Termin vereinbaren |
Häufig gestellte Fragen
| Wie viel Gewinn ist in der Gastronomie realistisch? |
| Die durchschnittliche Umsatzrendite im deutschen Gastgewerbe liegt laut DEHOGA bei 3 bis 5 Prozent. Gut geführte inhabergeführte Betriebe erreichen 8 bis 12 Prozent. Mit konsequenter Arbeit an den drei Hebeln Kostenkontrolle, Deckungsbeitragsoptimierung und systemischer Umsetzung sind 12 bis 18 Prozent nachweislich erreichbar. Das ist kein Ausnahmefall, sondern das Ziel, das wir in unserer Beratung mit Betrieben ansteuern. |
| Was ist die häufigste Ursache für schlechte Gewinne in der Gastronomie? |
| Die häufigste Ursache ist keine Einzelsache, sondern eine Kombination: ein zu hoher Wareneinsatz ohne Controlling, Umsatz ohne Qualitätssteuerung und das Fehlen eines Systems zur konsequenten Umsetzung. Wer alle drei Faktoren vernachlässigt, arbeitet hart und verdient wenig. Wer alle drei angeht, verändert die Rentabilität strukturell. |
| Was ist die Prime Cost und warum ist sie in der Gastronomie so wichtig? |
| Die Prime Cost ist die Summe aus Wareneinsatz und Personalkosten im Verhältnis zum Nettoumsatz. Sie gilt als eine der wichtigsten Kennzahlen für wirtschaftliche Stabilität. Der Richtwert liegt bei maximal 60 bis 65 Prozent. Wer darüber liegt, hat strukturell zu wenig Spielraum für Gewinn, Investitionen und Puffer. Die Prime Cost sollte mindestens monatlich, idealerweise wöchentlich, erfasst werden. |
| Wie funktioniert Menu Engineering in der Praxis? |
| Menu Engineering bewertet jedes Gericht nach Beliebtheit (Absatz) und Profitabilität (Deckungsbeitrag). Das Ergebnis ist eine Vier-Felder-Matrix mit Stars, Sleepers, Plow Horses und Dogs. Stars werden aktiv beworben, Sleepers sichtbarer platziert, Plow Horses preislich überprüft, Dogs entweder renoviert oder gestrichen. In der Praxis bedeutet das: eine Stunde Analyse, ein halber Tag Entscheidung, messbar bessere Ergebnisse ab dem ersten Monat. |
| Wie schnell sind Veränderungen durch Kostenkontrolle spürbar? |
| Bei konsequenter Umsetzung sind erste Effekte nach vier bis sechs Wochen in der monatlichen BWA sichtbar. Die Wareneinsatzquote reagiert schnell auf Rezepturstandards und Inventurkontrolle. Auf Lieferantenverhandlungen folgt oft eine Direktwirkung im nächsten Bestellzyklus. Nachhaltige Veränderung der Gesamtrendite ist nach zwei bis drei Quartalen messbar. |
| Was kostet eine Gastronomieberatung bei den Gastro Piraten? |
| Das hängt vom Umfang und Beratungsformat ab. Wir bieten ein kostenloses Erstgespräch an, in dem wir gemeinsam einschätzen, wo dein Betrieb steht und welche Hebel die größte Wirkung entfalten. Termin direkt hier buchen. Als KfW- und BAFA-akkreditierter Berater können Teile der Beratungskosten über Förderprogramme finanziert werden. |
| Gilt das auch für kleine Betriebe mit unter 200.000 Euro Umsatz? |
| Ja, und sogar besonders. Kleinere Betriebe haben oft prozentual mehr Spielraum, weil die drei Hebel noch gar nicht angesetzt wurden. Eine Verbesserung der Wareneinsatzquote um 5 Prozentpunkte bei 180.000 Euro Umsatz bedeutet 9.000 Euro mehr Jahresgewinn. Das ist für einen kleinen Betrieb ein enormer Unterschied in der Lebensqualität des Inhabers. |
| Welche Rolle spielt Upselling wirklich für den Gewinn in der Gastronomie? |
| Upselling ist einer der kostengiinstigsten Umsatzhebel überhaupt. Eine Bon-Steigerung von 3 Euro pro Gast bei 100 Gästen täglich und 250 Betriebstagen ergibt 75.000 Euro Mehrumsatz im Jahr, ohne einen einzigen neuen Gast, ohne Marketingkosten, ohne Preiserhöhung. Der Hebel liegt im Training des Serviceteams: wer aktiv empfiehlt, wann, wie und was, erzielt messbar bessere Ergebnisse. |
| Was ist der Unterschied zwischen Umsatz steigern und Gewinn steigern in der Gastronomie? |
| Umsatz steigern bedeutet, mehr Geld einzunehmen. Gewinn steigern bedeutet, mehr Geld zu behalten. Beides ist nicht dasselbe. Wer seinen Umsatz durch Gästewachstum steigert, erhöht gleichzeitig Personalkosten, Wareneinsatz und Verschleiß. Wer seinen Gewinn steigert, optimiert, welcher Anteil des Umsatzes als Ertrag bleibt. Deshalb ist die Renditequote eine bessere Steuerungsgröße als der nackte Umsatz. |
| Wie oft sollte ich meinen Wareneinsatz kontrollieren? |
| Monatlich ist Pflicht. Wöchentlich ist professionell. Täglich ist in Hochphasen oder bei auffälligen Abweichungen empfehlenswert. Betriebe, die ihren Wareneinsatz nur quartalsweise oder auf Basis der jährlichen BWA prüfen, erkennen Probleme immer erst dann, wenn sie teuer geworden sind. |
| Sind Preiserhöhungen wirklich ein Weg, um den Gewinn zu steigern? |
| Preiserhöhungen können ein valides Instrument sein, aber sie sind das letzte Mittel, nicht das erste. Wer zuerst über eine Preiserhöhung nachdenkt, sollte vorher fragen: Habe ich meinen Wareneinsatz wirklich ausgeschöpft? Habe ich meine Karte auf Deckungsbeitrag optimiert? Ist mein Team im aktiven Verkauf geschult? Wenn all das bejaht wird und der Markt es hergibt, ist eine Preiserhöhung ein legitimer Schritt. Ansonsten verschleiert sie nur strukturelle Probleme. |
| Kann ich mit Digitalisierung meinen Gewinn in der Gastronomie steigern? |
| Ja, wenn Digitalisierung die richtigen Prozesse automatisiert: Warenwirtschaft, Kassensystem mit Auswertung, digitale Dienstplansteuerung, Bontracking. Wer diese Daten hat, kann die drei Hebel präziser bedienen. Mehr dazu findest du auf unserer Digitalisierungsseite. |


